Zwei soziale Projekte

Kompromiss zum Tertiarkloster in Kaltern steht

Freitag, 04. September 2026 | 10:29 Uhr

Von: Lukas Unterkofler

Kaltern – Nach langen Verhandlungen ist eine Einigung zur Zukunft des ehemaligen Tertiarklosters in Kaltern gefunden.

Gemeinde und Südtiroler Vinzenzgemeinschaft teilen sich künftig das Areal und setzen dort jeweils soziale Projekte um.

Die Vinzenzgemeinschaft erhält das Haupthaus, das bisherige Kloster, und will dort ein „Vinzihaus der Solidarität“ nach dem Vorbild von Brixen schaffen. Geplant sind Wohnmöglichkeiten für bis zu 34 Menschen sowie eine VinziTafel und eine Kleiderkammer. Dafür verzichtet die Gemeinde auf ihr Vorkaufsrecht.

Im Gegenzug verkauft die Vinzenzgemeinschaft die zwölf Wohnungen im angrenzenden „Haus Elisabeth“ an die Gemeinde. Diese will die Wohnungen für Senioren sowie Frauen in Not nutzen. Die Nähe zum bestehenden Altenheim gilt dabei als besonderer Vorteil.

Auch die bisherige Eigentümerin, die Kongregation der Tertiarschwestern, hat dem Kompromiss zugestimmt. Wirksam wird die Einigung allerdings erst nach der Genehmigung durch den Kalterer Gemeinderat und den Zentralrat der Vinzenzgemeinschaft.

Bezirk: Überetsch/Unterland

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