Bedarf wird analysiert

Meran: Sozialplan soll bis Juni 2018 stehen

Donnerstag, 02. November 2017 | 18:16 Uhr

Meran – Die Gemeinde Meran arbeitet intensiv an der Fortschreibung und Aktualisierung des Sozialplans. Dieser stellt eine zentrale Grundlage für sozialpolitische Entscheidungen und deren Umsetzung in den Bereichen Senioren, Jugend, Migration und Familie dar. Eine vom Gemeindeausschuss eingesetzte Steuerungsgruppe begleitet das Projekt, das durch eine breite Einbeziehung der Bevölkerung sowie von Expertinnen und Experten aus öffentlichen und privaten Trägerstrukturen gekennzeichnet ist. Im Juni 2018 wird der Sozialplan stehen, der sozialpolitische Zielsetzungen und Maßnahmen für die nächsten drei Jahre enthalten wird.

Sozialstadtrat Stefan Frötscher und Sozialamtsdirektorin Sabine Raffeiner stellten das Forschungskonzept gemeinsam mit Klaus Tumler und Karl Gudauner von der Gesellschaft Chiron – Bildung und Forschung vor. Die Bozner Gesellschaft wurde von der Gemeinde mit der Aktualisierung des Sozialplans beauftragt.

„Der Sozialplan ist ein zentrales Planungsinstrument der Gemeinde. Er wird den Bedarf im Sozialbereich für die Jahre 2018 bis 2021 genau analysieren und wichtige Daten und Hinweise für unsere Entscheidungen liefern. Darüber hinaus wird er auch eine Bedarfsprognose im Sozialbereich bis ins Jahr 2025 enthalten“, erklärte Frötscher.

Bedarf wird analysiert

Die ersten Schritte auf dem Weg zu einer neuen Planungsgrundlage sind bereits gemacht. „Grundlegende Informationen für die Neuauflage des Sozialplans liefern die Analyse der Bevölkerungsentwicklung in den letzten 10 Jahren und die Auswertung der Sozialstatistiken. Stabilen Trends zur Familienstruktur und zum Alterungsprozess stehen neue Herausforderungen in den Bereichen Jugend und Migration sowie generell in der Stadtentwicklung gegenüber. “, sagte Tumler. In Interviews mit verschiedenen institutionellen Vertretern/-innen , wurden wichtige Aspekte der Rahmenbedingungen und der Betreuungsangebote und Dienstleistungen vertieft. „Neben den nackten Zahlen können wir also auch auf konkrete Erfahrungen zurückgreifen“, so Gudauner.

Nun steht der zukünftige Bedarf im Vordergrund. Bei der Fortschreibung des Sozialplans, der erstmals im Jahr 2009 ausgearbeitet wurde, wurden vier Schwerpunktthemen gesetzt: Familie, Senioren, Jugend und Migration. „Zu allen vier Themen werden in den kommenden Wochen bzw. Anfang 2018 Fokusgruppen stattfinden. Dazu werden einerseits Betroffene bzw. deren Fürsprecher eingeladen und andererseits Expertinnen und Experten , um für jeden Bereich Rückmeldungen zum Bedarf zu sammeln. Diese fließen dann in die Ausarbeitung der Zielsetzungen und Maßnahmen des neuen Sozialplans ein“, sagte Raffeiner.

„Uns ist es wichtig, bei der Erstellung des Sozialplans auch die Bevölkerung miteinzubeziehen. Mein Dank geht schon jetzt an alle, die uns wertvolle Beiträge liefern, um Ideen dazu zu sammeln, wo sozialpolitisch anzusetzen ist. Gemeinsam daran arbeiten heißt, die Qualität des Plans zu steigern“, sagte Frötscher.

Bürgerversammlung im Frühjahr

Ganz im Sinne der Bürgerbeteiligung und Transparenz wird der im Anschluss erstellte erste Entwurf des Plans im Frühjahr bei einer Bürgerversammlung vorgestellt werden. Die Endfassung des Plans, den Chiron im Austausch mit der Steuerungsgruppe erarbeitet, soll im Juni 2018 vorliegen.

Die Steuerungsgruppe wird den gesamten weiteren Prozess begleiten und sich regelmäßig mit der Gesellschaft Chiron treffen, um Zwischenergebnisse und die Einhaltung des Zeitplans zu überprüfen. Neben Frötscher und Raffeiner ist die Gemeinde auch durch Vizebürgermeister Andrea Rossi, Abteilungsdirektorin Barbara Nesticò sowie Brigitta Dunkl vom Sozialamt vertreten. Die Abteilung Sozialdienste der Bezirksgemeinschaft, die eng mit der Gemeinde zusammenarbeitet, stellen mit Direktor Florian Prinoth und Silvia Gretter zwei Mitglieder. Als externer Experte wurde außerdem der ehemalige Abteilungsdirektor des Landes Karl Tragust in die Steuerungsgruppe berufen.

Die Gesamtkosten für die Erstellung des Plans belaufen sich auf 39.500 Euro.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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