Von: importer
Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Nischnekamsk sind den dortigen Behörden zufolge mindestens zwölf Menschen getötet und 39 weitere verletzt worden. Wie Bürgermeister Radmir Beljajew am Montag mitteilte, wurde eine offizielle Trauerzeit ausgerufen. Der Angriff habe Industrieanlagen und zivilen Einrichtungen gegolten. Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan rund 1000 Kilometer östlich von Moskau.
Laut mehreren russischen Medien wurde eine in der Stadt angesiedelte Ölraffinerie getroffen. Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos war aufsteigender Rauch über einer Anlage zu sehen, bei der es sich offenbar um die Raffinerie handelte. Die Aufnahmen konnten zunächst jedoch nicht unabhängig überprüft werden.
Die Taneco-Raffinerie des Unternehmens Tatneft war bereits Anfang Juni von der Ukraine angegriffen worden. Sie gehört zu den modernsten Raffinerien in Russland. Im Jahr 2024 verarbeitete sie 17 Millionen Tonnen Rohöl und produzierte 2,7 Millionen Tonnen Benzin sowie 8,5 Millionen Tonnen Diesel. Die Ukraine hat in den vergangenen Monaten ihre Angriffe auf russische Ölraffinerien verstärkt. Dies führte in vielen Teilen Russlands zu Treibstoffengpässen. Den russischen Behörden zufolge sind diese Probleme inzwischen jedoch größtenteils behoben.
Einnahme zweier Dörfer durch Russland
Unterdessen haben russische Truppen nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA vom Sonntag unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau zwei Dörfer in der ostukrainischen Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht. In einer Mitteilung des Ministeriums auf Telegram hieß es, die Streitkräfte hätten Wasjutynske und Torezk eingenommen. Das ukrainische Militär bestätigte dies zunächst nicht.
Der Generalstab in Kiew berichtete am späten Abend, ukrainische Truppen hätten 24 Angriffe um Kostjantyniwka, Illiniwka und andere Orte abgewehrt. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich in seiner Videoansprache nicht zu Veränderungen des Frontverlaufs.
Bei russischen Bombenangriffen auf die nordukrainische Stadt Sumy wurden örtlichen Behörden zufolge in der Nacht auf Montag mindestens fünf Menschen verletzt. Zudem gebe es Schäden in mehreren Wohngebieten, teilte der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit.




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