Stammtisch in St. Martin in Passeier

Mobilitätskonzept: Bürgerinnen und Bürger bringen sich ein

Freitag, 31. Juli 2026 | 11:09 Uhr

Von: Matthias Knapp

St. Martin in Passeier – Im Rahmen des Gemeindeentwicklungsplans arbeitet die Gemeinde St. Martin in Passeier aktuell an einem Mobilitätskonzept. Nach einem ersten Workshop im April haben die Mitglieder der Arbeitsgruppe unlängst verschiedene Lösungen für die Herausforderungen im Bereich Verkehr gesammelt und bei einem Stammtisch im Dorf mit den Bürgerinnen und Bürgern direkt vor Ort über Anliegen, Ideen und Wünsche diskutiert.

Ein fundiertes Mobilitätskonzept ist für die Gemeinde St. Martin in Passeier einer der Kernbestandteile im Gemeindeentwicklungsplan, weshalb sich in diesen Monaten eine Arbeitsgruppe aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Vertretern der Gemeindeverwaltung und -mitarbeitern sowie des Beratungsunternehmens kylos GmbH intensiv mit dem Thema auseinandersetzen. Bei einem ersten Workshop wurden die konkreten Handlungsfelder ausgemacht: Parkplatzprobleme, zu schnelles Fahren, schlechte Anbindung des Radweges an das Dorfzentrum, Nadelöhre für Fußgänger und unübersichtliche Fußgängerüberwege.

Bei einem zweiten Treffen berieten die Mitglieder der Arbeitsgruppe noch einmal über die gesammelten Themen, ergänzten Informationen und sammelten durchaus kreative Vorschläge, wie die Gemeinde St. Martin i. P. die Mobilität der Zukunft gestalten könnte. Dabei wurde unter anderem über autonom gesteuerte Drohnen, Knotenpunkte und den Einsatz innovativer Personentransportsysteme von St. Martin nach Meran bis hin zu den Bergfraktionen diskutiert. Am darauffolgenden Tag bot sich den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, bei einem Mobilitätstisch am Dorfplatz ihre Anliegen und Wünsche vorzubringen und mit den Fachplanern zu besprechen. Die mehr als zwanzig interessierten Teilnehmenden zeigten dabei direkt vor Ort gefährliche und unübersichtliche Stellen auf, worunter vor allem Fußgänger – Senioren, Familien mit Kindern, Menschen mit Behinderungen und Schüler – leiden. In der Diskussion wurde auch festgestellt, dass die SS 44 das gesamte Dorf teilt und es ohne Umfahrung oder Untertunnelung schwierig wird, die beiden Ortsteile links und rechts von der Staatstraße miteinander zu verbinden. Thema waren auch der Anschluss der Fraktionen an den Hauptort und die Lärm- und Luftbelästigung durch Motorräder und Sportwagen, vor allem in den Sommermonaten.

Das beauftragte Beratungsunternehmen wird die Eindrücke sammeln und gemeinsam mit der Bevölkerung bei einer Ortsbegehung am Samstag, 12. September von 8.30 bis 10.15 Uhr mit Treffpunkt am Dorfplatz und Ziel nördlicher Bereich sowie von 10.30 bis 12.30 Uhr mit Treffpunkt bei der Bibliothek und Ziel Dorfzentrum und südlicher Bereich ergänzen und vertiefen.

Bezirk: Burggrafenamt

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