Biden mit immer lauteren Rückzugsaufforderungen konfrontiert

“New York Times” fordert Biden zum Kandidatur-Verzicht auf

Samstag, 29. Juni 2024 | 10:19 Uhr

Von: APA/AFP

Nach seinem schwachen Auftritt bei der ersten TV-Debatte vor der Präsidentschaftswahl hat die einflussreiche Zeitung “New York Times” US-Präsident Joe Biden in ihrem Leitartikel zum Rückzug seiner Kandidatur aufgefordert. Um dem Land zu dienen, müsse der 81-Jährige das Rennen um eine weitere Amtszeit verlassen, schrieb das sogenannte Editorial Board, eine Gruppe von Meinungsjournalisten, die von der Redaktion getrennt arbeitet, am Freitag.

Weiter heißt es, Biden sei “der Schatten eines großen Staatsdieners”. Die Debatte zwischen dem Präsidenten und seinem Herausforderer Donald Trump habe gezeigt, dass Biden “seinen eigenen Test nicht bestanden hat”. Im Editorial Board sind einige renommierte Meinungsjournalisten vertreten, das Gremium soll die Werte der “New York Times” repräsentieren.

Biden sei ein bewundernswerter Präsident gewesen, schrieben die Journalisten in dem Meinungsbeitrag. “Unter seiner Führung ist die Nation aufgeblüht und hat begonnen, sich einer Reihe von langfristigen Herausforderungen zu stellen.” Auch die durch seinen republikanischen Vorgänger Trump “aufgerissenen Wunden haben begonnen, sich zu schließen”. Der größte Dienst, den Biden nun leisten könne, “wäre die Ankündigung, dass er bei der Wahl nicht mehr antreten wird”, hieß es weiter.

Biden – mit seinen 81 Jahren der älteste Präsident der US-Geschichte – hatte bei der TV-Debatte im Sender CNN am Donnerstagabend mit heiserer Stimme gesprochen und sich wiederholt in seinen Formulierungen verheddert. Zudem ließ er Sätze unbeendet und kam ins Stottern. Der 78-jährige Trump wirkte sehr viel energischer und konzentrierter.

Eine CNN-Umfrage ergab, dass 67 Prozent der Zuschauer in Trump den Gewinner des Duells sahen. Der Ausgang der Debatte löste bei den US-Demokraten Beunruhigung aus. Biden selbst wies Zweifel an seiner Eignung für eine weitere Amtszeit zurück. “Ich gehe nicht mehr so locker wie früher, ich spreche nicht mehr so flüssig wie früher, ich debattiere nicht mehr so gut wie früher, aber ich weiß, wie man die Wahrheit sagt”, sagte er bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat North Carolina.

Kommentare

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18 Kommentare auf "“New York Times” fordert Biden zum Kandidatur-Verzicht auf"


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Grantelbart
Grantelbart
Universalgelehrter
23 Tage 1 h

Seien wir ehrlich: Biden ist nicht mehr fit genug für dieses Amt, sein Herausforderer dagegen ist ein Psychopath der die Demokratie bei der erstbesten Gelegenheit im Klo runterspülen würde um an der Macht zu bleiben, was man daran sieht, dass er immer noch am Wahlbetrugsvorwurf festhält und das Ergebnis der nächsten Wahl nur unter Bedingungen akzeptieren will. Das sagt leider alles.

sophie
sophie
Kinig
23 Tage 18 Min

Jeder ist mir lieber, als der Lügen Clown🤥

fingerzeig
fingerzeig
Superredner
22 Tage 17 h

@sophie
wirklich jeder? sie sind echt nicht ganz holla…

sophie
sophie
Kinig
22 Tage 15 h

@fingerzeig
Holla??? Du, das glaub ich nicht!!!!

Tom25
Tom25
Grünschnabel
23 Tage 1 h

Verstehe nicht das man mit 81 so ein Amt ausführen will
Aber besser Biden als der Strubelpeter

Doolin
Doolin
Kinig
22 Tage 22 h

…der andere isch grad zwoa Johr jünger…

Blitz
Blitz
Kinig
22 Tage 17 h

@Doolin Trump for President !

fingerzeig
fingerzeig
Superredner
22 Tage 17 h

@Doolin
mathematiklehrer-in früh verstorben?

fingerzeig
fingerzeig
Superredner
22 Tage 17 h

@Tom25
weder noch!!!!!

Doolin
Doolin
Kinig
23 Tage 1 h

…wenn die Demokraten net an andern aufstellen, bleibt uns der kriminelle 🏀 net erspart…

Hustinettenbaer
23 Tage 2 h

Dass Biden “weiß, wie man die Wahrheit sagt” nehme ich ihm sofort ab.

Aber in einer Welt “redender Frisuren” zählt der Spaß- und Krawallfaktor. 
Und da punktet der Gruselclown. Eine “Zwitterexistenz aus Reality-TV-Star und Internet-Troll, Präsident gewordene Fernsehform und ein Politik exekutierendes Netz-Spektakel.”

Trump wurde von Neil Postman vor mehr als 30 Jahren vorhergesagt (nzz.ch)

Astronaut
Astronaut
Grünschnabel
23 Tage 32 Min

In dieser unberechenbaren Welt geht es doch -leider- schon lang nicht mehr um Wahrheit. Biden hält da an Prinzipien fest, welche heut ein Land nicht mehr voranbringen. Wenn um uns herum nur noch gelogen und betrogen wird, gewinnt eher der unanständig Stärkere. Biden, the last man standing…. besser er macht den Weg frei, sonst macht Trump der Putinfreund das Rennen.

Zugspitze947
22 Tage 21 h

Dann muss der Hetzer und notorische LÜGNER : TRUMP auch zerzichten ! 😡😢

fingerzeig
fingerzeig
Superredner
22 Tage 17 h

@zugspitze
kindertraum…. wenn ich nicht, dann du er sie es auch nicht.

Babba
Babba
Tratscher
22 Tage 18 h

Der Tattergreis Biden treibt dem Trumpel die Wähler in die Hände… Wie ist es möglich, dass sich in so einem Riesenland wie den USA keine zwei vernünftigen Kandidaten finden lassen🤯

Hustinettenbaer
22 Tage 15 h

@Babba
Frag mich was Leichteres.
Irgendwann wurde das Glücksrad eingeführt. Und jetzt “muss ein Präsidentschafts-Kandidat etwa eine Milliarde US-Dollar aufbringen, um im Wahlkampf bis zum Ende mithalten zu können.”

https://www.prosieben.de/serien/galileo/news/us-wahl2024-finazierung-partei-spenden-milliarden-dollar-superpacs-331247

andr
andr
Universalgelehrter
21 Tage 17 h

Wenn nicht der trumpel wäre🙁für Biden wäre es Vieleicht wirklich besser.

Homelander
Homelander
Universalgelehrter
21 Tage 4 h

De san jo buado et gonz Holla…

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