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Die geplanten Reisen der beiden US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Russland und in die Ukraine am Wochenende sind wegen Sicherheitsbedenken der USA noch nicht endgültig bestätigt. Dies erfuhr Reuters am Freitag von einer mit der Situation vertrauten Person. Die USA bemühten sich demnach weiterhin um Garantien beider Seiten, um die Sicherheit der Gesandten vor ihrer geplanten Abreise nach Moskau am Samstag und nach Kiew am Sonntag zu gewährleisten.
Die russische Staatsagentur TASS und das US-Nachrichtenportal “Axios” hatten unabhängig voneinander über einen bevorstehenden Besuch berichtet. “Der Plan sieht vor, Moskau und Kiew zu besuchen, aber es heißt, dass Witkoff nervös ist”, sagte der Insider. “Es gibt Signale, dass sich Witkoff nicht mehr so sicher ist wie noch vor einigen Tagen.”
Die USA forderten Zusicherungen, dass die Ukraine während des Aufenthalts der Gesandten Moskau nicht angreife und Russland im Gegenzug Kiew verschone. Die Bedingungen für eine solche Vereinbarung würden derzeit diskutiert.
Kremlsprecher Dmitri Peskow erklärte am Freitag auf die Frage, ob ein Besuch von Witkoff und Kushner in Moskau eine entsprechende Zusage der Ukraine erfordere, die USA würden eine solche Verpflichtung von Kiew wahrscheinlich verlangen. Direkte Vereinbarungen zwischen Russland und der Ukraine werde es dazu jedoch nicht geben.
Attacke auf SBU
Die Gespräche über Sicherheitsgarantien fanden kurz vor einem russischen Drohnenangriff auf das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU in Kiew statt. Dabei wurden nach Behördenangaben fünf Menschen verletzt.
Russland und die Ukraine haben ihren Luftkrieg in den vergangenen Monaten intensiviert. Während Moskau Kiew und ukrainische Schwarzmeerhäfen mit Raketen und unbemannten Flugkörpern beschießt, greift die Ukraine russische Raffinerien, Ölterminals und Lagerhäuser mit Hunderten Drohnen gleichzeitig an.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte außerdem in dieser Woche zivile Fluggesellschaften davor gewarnt, den russischen Luftraum zu nutzen, da dies zu gefährlich sei. Der russische Präsident Wladimir Putin bezeichnete diese Warnung als Androhung von Staatsterrorismus.
Putins Position unerschütterlich
Zwischen den beiden Kriegsparteien herrscht weiterhin eine tiefe Uneinigkeit über die Bedingungen für ein Ende des seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Konflikts. Peskow betonte, die von Putin vor zwei Jahren dargelegte Position sei “unerschütterlich”. Demnach müsse die Ukraine vier von Russland beanspruchte Regionen vollständig abtreten und auf einen NATO-Beitritt verzichten. Kiew lehnt dies ab und betrachtet die Forderungen als Kapitulation.
Einer dem Kreml nahestehenden Person zufolge will Putin vor Verhandlungen weitere Gebiete erobern. “Es gibt keine Aussicht auf eine Einigung bezüglich der Frontlinie, bevor Putin nicht den verbleibenden Teil der Region Donezk unter seine Kontrolle gebracht hat”, sagte der Insider. Der Kreml-Chef sei zuversichtlich, dass dies bis zum Jahresende gelingen werde. Westliche Militäranalysten halten dies angesichts des langsamen russischen Vormarschs jedoch für unwahrscheinlich.
Witkoff und Kushner hatten Moskau zuletzt im Jänner besucht und waren dort im Kreml zu einem vierstündigen Gespräch mit Putin zusammengekommen. Die Ukraine haben die beiden Gesandten des US-Präsidenten Donald Trump bisher noch nicht besucht. Die letzten von den USA vermittelten Gespräche zwischen Russland und der Ukraine fanden im Februar statt, kurz vor dem Beginn eines Krieges der USA und Israels gegen den Iran.




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