Empörung bei Grünen

“Retten wir den Eschen-Auwald in der Gemeinde Kiens”

Dienstag, 04. Mai 2021 | 12:15 Uhr

Kiens – In der Gemeinde Kiens hat die Landesregierung einen kleinen aber feinen Eschen-Auwald zur Rodung freigegeben. Die Fachwelt und Naturschützerinnen sind darüber empört.

“Es handelt sich nämlich um 5000 Quadratmeter Eschen-Auwald, der sowohl durch die Europäische FFH-Richtlinie als auch durch das Landesnaturschutzgesetz strengsten geschützt ist. Aus der Sicht der EU handelt es sich bei diesen Eschen-Auwald um einen prioritären Lebensraum, der von den Staaten und Ländern besonders zu schützen ist. Das Naturschutzgesetz des Landes ist diesbezüglich glasklar, denn es verbietet die Rodung von Auwäldern grundsätzlich. Bis vor 60 Jahren gab es im Land noch schöne Bestände von Eschen-Auwäldern, die zum Großteil landwirtschaftlichen Flächen weichen mussten. Als dann im Jahr 2010 spät aber doch das Landesnaturschutzgesetz verabschiedete wurde, gab es ein Aufatmen. Endlich würden die verbliebenen Restbestände geschützt sein”, so die Grünen im Landtag.

Aber wie es scheint, sei das weit gefehlt: „Es ist nicht zu fassen, mit welcher Sorglosigkeit die Landesregierung solch seltene und geschützte Lebensräume der Vernichtung preisgibt“, sagt Landtagsabgeordneter Hanspeter Staffler.

Die Grüne Fraktion will von der Landesregierung in einer Anfrage wissen, warum letztere der Rodung zugestimmt hat, obwohl diese Entscheidung eindeutig gegen europäische und landeseigene Naturschutzgesetze verstößt. “Wir müssen alles daransetzen, um dieses Kleinod vor der Zerstörung zu retten.”

Von: luk

Bezirk: Bozen, Pustertal

Kommentare

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12 Kommentare auf "“Retten wir den Eschen-Auwald in der Gemeinde Kiens”"


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wellen
wellen
Universalgelehrter
9 Tage 6 h

Warum wohl.Weil die Lobbys regieren.

schlauer
schlauer
Tratscher
9 Tage 5 h
Wellen@ Wie recht Sie haben! Beispiel Lobbys: bei der bevorstehenden Rodung des Brixner Auwaldes geht es genau um diese bzw. die Industrielobby. Bekanntlich soll an seiner Stelle ein Gebäude für 3D-Drucker der Firma Progress entstehen! Trotz Landesgesetz Nr. 6/2010, Art. 17 der ganz klar die Rodung von Auwäldern verbietet. Ebenso schützt die europäische FFH-Richtlinie Auwälder. Diese gesetzlichen Bestimmungen werden dabei ganz klar untergraben! Bin neugierig wie die Landesregierung auf die Anfrage Stafflers antworten wird? Vielleicht verweist man wie beim Brixner Auwald auch auf „Farce“-Ausgleichsmassnahmen? Bekanntlich soll ja in Brixen als „Entschuldigung“ für die Rodung des Auwaldes die Bauschuttdeponie in der… Weiterlesen »
PhilGrill
PhilGrill
Neuling
9 Tage 6 h

Sauerei so etwas… wird schon jemand genug Stimmen bringen. Die Zeit in der man beide Augen zudrücken konnte ist vorbei.

Orch-idee
Orch-idee
Grünschnabel
9 Tage 5 h

Na jetzt isch olls zu spot… De LR mocht olls lai mehr kaputt..

schlauer
schlauer
Tratscher
9 Tage 2 h

Empfehle dem Umweltring Pustertal bzw. dem Dachverband für Natur und Umwelt sofort eine Eingabe beim Verwaltungsgericht in Bozen zu machen! Nur so kann man die endgültige Zerstörung dieses Habitats noch aufhalten!!!

Mutti
Mutti
Universalgelehrter
9 Tage 5 h

Es werd olm mehr Natur zerstört,ober die Natur wert sich rächen …

biobauer
biobauer
Neuling
9 Tage 5 h

woooo waren diese sogenannten Naturschützer als die angrenzenden 8!!!!!! ha gerodet wurden

der Europaeer
der Europaeer
Grünschnabel
9 Tage 5 h

Die „Naherholungszone“ ist schon eine Kopflosigkeit ohne Gleichen. Müll und Scherben …. Danke

nuisnix
nuisnix
Universalgelehrter
9 Tage 5 h

Solche Rodungen sind nicht nachvollziehbar. Leider fehlen im Artikel ein paar wesentliche Infos zum Warum? und Wer? Schade!!!

Wenn irgendwo jemand “Normaler” ein paar Meter Staudenland bräuchte, um “irgendetwas” zu realisieren, heißt es DAS GEHT NICHT, IST ALLES WALD UND WALD DARF NICHT ANGERÜHRT WERDEN…

Verschwundene Auwälder lassen sich nicht so einfach wiederherstellen – wie mit den medienwirksam präsentierten paar Quadratmeter Tümpel im Unterland gemeint…

Soundgeist
Soundgeist
Grünschnabel
9 Tage 3 h

Mich würde interessieren für welches Unternehmen dieser wertvolle Lebensraum weichen muss.

NooName
NooName
Grünschnabel
9 Tage 2 h

Ist nicht nur dort so, habe in anderen Auwäldchen das gleiche gesehen. Zuerst nur ein paar Bäume dann auf einmal alles weg…

Quaaki
Quaaki
Neuling
9 Tage 2 h

Sette Plärrer, wegen 5000 Meter, isch jo nitamol a halber Fußballplatz.

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