Kampf gegen die Tigermücke verstärkt

Rosskastanien: Meran setzt auf Backpulver gegen Mehltau

Donnerstag, 14. Juni 2018 | 18:21 Uhr

Meran – Aufgrund der positiven Erfahrungen der Gärten von Schloss Trauttmansdorff hat nun auch die Meraner Stadtgärtnerei erstmals die Grundstoffe des gewöhnlichen Backpulvers benutzt, um Pilzkrankheiten, im speziellen Mehltau, zu bekämpfen.

Am Donnerstagmorgen wurden die Kronen der rotblühenden Rosskastanien, die seit einigen Jahren einen schweren Befall von Echtem Mehltau (Erisyphe flexuosa) aufweisen, mit einer Mischung aus Wasser und Backpulver besprüht. “Es handelt sich um reine Grundstoffe, also um kein Pflanzenschutzmittel, die daher unbedenklich und ohne Wiedereintrittszeiten verwendbar. Diese verändern den pH-Wert der Blätter, sodass der Pilz keinen wachstumsfördernden Boden mehr findet. Um die Wirkung zu gewährleisten, muss das Backpulver in der Saison regelmäßig, ca. alle zehn Tage, angebracht werden”, erklärte Stadtgärtnerei-Direktorin Anni Schwarz.

Bereits seit 2016 verzichtet die Stadtgärtnerei bei der Pflege der öffentlichen Parks und Grünanlagen auf den Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln. Bei der Unkrautbekämpfung wird großteils händisch mit Fadenmähern gearbeitet. Die Stadtgärtnerei hat auch einen Wildkrautbeseitiger angekauft, der mit einer heißen Platte das Unkraut und die Samen des Unkrauts entlang der Gehwege der Parkanlagen vernichten kann. Nur in Ausnahmefällen wird ein biologisches Mittel (Pelargonsäure) eingesetzt.

Kampf gegen die Tigermücke: Vorbeugemaßnahmen und Informationskampagne verstärkt

Die Meraner Stadverwaltung setzt auch dieses Jahr – im Einvernehmen mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb – Maßnahmen zur Bekämpfung und Eindämmung der Verbreitung der Tigermücke um. Kürzlich wurde auch ein Notfallprotokoll vereinbart, um bei Nachweis einer epidemischen Virus-Erkrankung gezielt und erfolgreich eingreifen zu können.

Die ursprünglich aus Südostasien stammende Aedes albopictus hat sich inzwischen auf dem ganzen europäischen Kontinent ausgebreitet. Da die aggressive Stechmücke auch krankheitserregende Viren übertragen (Dengue-, Chikungunya-, West-Nil- und Zika-Fieber) und dadurch zu einem Problem für die öffentliche Gesundheit werden kann, haben kürzlich das Umweltamt, die Ortspolizei, der Sanitätsbetrieb und die Fachfirma für Schädlingsbekämpfung D.A.S. aus Mailand ein Notfallprotokoll ausgearbeitet. Dieses definiert – im Falle einer auftretenden Virus-Epidemie – die zu ergreifenden Maßnahmen zum Abtöten aller erwachsenen Mücken rund um die Brutstätte sowie zur korrekten und raschen Information der Bevölkerung.

“Um die Tigermücken erfolgreich bekämpfen zu können, müssen alle Meranerinnen und Meraner einbezogen werden, vor allem auch die öffentlichen und privaten Einrichtungen sowie alle Unternehmen und Verantwortlichen für Bereiche, die besonders geeignet für die Ausbreitung der Mücke sind. Das betrifft beispielsweise Baustellen, aufgelassene Betriebsgelände, Depotflächen, Parkplätze, Baumschulen und andere Produktionsstätten und Handelsbetriebe, wo es zu kleineren Wasseransammlungen und folglich zur Entstehung von Brutstätten für Larven kommen kann”, sagte Umweltstadträtin Madeleine Rohrer.

Eine eigens hierfür vom Bürgermeister erlassene Anordnung, die bereits am 20. April in Kraft getreten ist, erklärt, wie man mit einfachen Vorkehrungen die Verbreitung der Mücken unterbinden kann.

“Diese Maßnahmen können nur mit der Beteiligung von Seiten der BürgerInnen gelingen, da die öffentlichen Bereiche nur einen geringen Teil des Gesamtgebietes ausmachen. Der Großteil jener Zonen, die kontrolliert werden müssen, ist Privatgrund. Daher ist es notwendig, dass die BürgerInnen Präventionsmaßnahmen und Maßnahmen zur Behandlung auf ihren Grundstücken ergreifen”, erinnerte Umweltstadträtin Madeleine Rohrer.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter http://umwelt.provinz.bz.it/umwelt-gesundheit/info-tigermuecke.asp oder erhalten Sie im Umweltamt der Stadtgemeinde Meran (Zimmer Nr. 220 im 2. Stock des Rathauses, Tel. 0472 250191).

SASA: Sommerfahrpläne treten in Kraft

Am Sonntag, 17. Juni treten die Sommerfahrpläne der SASA-Buslinien in Kraft. Für die Meraner BürgerInnen ergeben sich folgende Neuigkeiten:

• Die Buslinie 1 ersetzt die Linien 1A und 1B und fährt bis zum botanischen Garten und dann weiter zur Talstation der Seilbahn Meran 2000.
• Die Fahrten Meran-Bozen (ab Meran) und Bozen-Meran ab Bozen von 17:40 Uhr entfallen.
• Buslinie 3 und 13: Aufgrund der Straßenarbeiten in der Vergilstraße wird die Streckenführung wie folgt abgeändert:

Linie 3
ab Bahnhof (von Montag bis Samstag Abfahrt 5 Minuten nach der vorgesehenen Abfahrtszeit): unverändert bis zur Cavourstraße, dann St.-Georgen-Straße, Vergilstraße. In der St.-Georgen-Straße wird eine provisorische Haltestelle beim Hotel Adria sowie eine provisorische Haltestelle kurz nach der Kreuzung St.-Georgen-Straße/Vergilstraße eingerichtet.
ab Vergilstraße: Brunnenplatz, Cavour Straße usw.

Linie 13
ab Maria Himmelfahrt: unverändert bis zur Cavourstraße, weiter über die St.-Georgen-Straße, Vergilstraße, Schennastraße, usw. In der St.-Georgen-Straße wird die Haltestelle
„St.-Georgen-Straße“ sowie eine provisorische Haltestelle beim Hotel Adria bedient; ebenso wird eine provisorische Haltestelle kurz nach der Kreuzung
St.-Georgen-Straße/Vergilstraße eingerichtet.
ab Bergbahnen Meran 2000/Trauttmansdorff: unverändert bis zur Schennastraße, dann Brunnenplatz, Cavourstraße usw.

Zudem wird von Montag bis Samstag ein Buszusatzdienst der Linie 3 (siehe Fahrplan im Anhang) mit der folgenden Streckenführung eingerichtet: Parkplatz Thermen, Piavestraße, Petrarcastraße, Romstraße, Cavourstraße, Brunnenplatz, Schennastraße, Plantastraße, Vergilstraße, Endhaltestelle Lazag; ab Endhaltestelle Lazag: Pflanzensteinstraße, Plantastraße, Ifingerstraße, Schennastraße, Brunnenplatz, Cavourstraße, Thermentunnel, Parkplatz Thermen.

“Wir haben diesen Ersatzbus eingerichtet, damit alle BewohnerInnen des Viertels auch während der Straßenarbeiten, die zu Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen führen, möglichst ohne Auto mobil sein können. Dieser Zusatzdienst wird von der Gemeinde eigens finanziert”, erklärte Mobilitätsstadträtin Madeleine Rohrer.

“Wir möchten alle Fahrgäste in diesem Bus wie auf allen anderen Linien daran erinnern, ihren Fahrschein zu entwerten. Die Entwertung ist grundsätzlich auch für die Planung des öffentlichen Verkehrs wichtig, denn die Linien werden anhand der Entwertungen verstärkt bzw.abgeändert. Wer also gerne mit dem Bus fährt, soll das auch durch eine Entwertung kommunizieren”, so Rohrer.

Wiedergewinnungsplan Matteottistraße – öffentliche Begehung am 19. Juni

Nach dem ersten Treffen zur Erstellung des Wiedergewinnungsplans für die Zone Matteottistraße/Harmoniestraße/Markthallengasse, welches am 23. Mai stattfand, lädt nun das Amt für Urbanistik der Gemeinde Meran die Untermaiser Bürger zu einer gemeinsamen Begehung des vom Plan betroffenen öffentlichen Raums ein. Diese findet am Dienstag, 19. Juni um 18 Uhr im Beisein von Stadträtin Madeleine Rohrer und Architekt Giorgio Marchi, dem beauftragten Techniker, statt. Treffpunkt beim ehemaligen Untermaiser Rathaus.

Ein Wiedergewinnungsplan legt fest, welche Eingriffe für die Erhaltung und Aufwertung der Immobilien erlaubt sind und wie die unbebauten Flächen genutzt werden können. Ohne gültigen Wiedergewinnungsplan dürfen Gebäude nur saniert werden. Der Wiedergewinnungsplan ist ein urbanistisches Planungsinstrument, das vom städtischen Bauleitplan (PUC) für bestimmte historischen Bauzonen vorgesehen ist („A-Zonen“). In Meran gibt es 25 „A-Zonen“, zum Beispiel die Lauben, die Obermaiser Dantestraße oder der Vittorio-Veneto-Platz in Sinich. Jene um die Matteottistraße ist eine der letzten A-Zonen ohne Wiedergewinnungsplan.

Neu dabei ist, dass die Erstellung des Wiedergewinnungsplanes für die Zone rund um die Matteottistraße europaweit ausgeschrieben wurde. Neben dem wirtschaftlichen Aspekt wurden insbesondere die beruflichen Fähigkeiten der BewerberInnen berücksichtigt. „Sie mussten bereits in ihrem Angebot unter anderem aufzeigen, wie ihr Plan zur Wohnqualität, zur ökonomischen Entwicklung der Zone, zur Stadtökologie und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels beitragen soll,“ so Rohrer. „Außerdem muss der Plan die Matteottistraße mit den anderen Stadtteilen, u. a. mit dem neuen Schulzentrum, in Beziehung setzen, indem zum Beispiel gemeinsame Fuß- und Radwege angedacht werden“.

Der Wiedergewinnungsplan macht hingegen keine Aussagen zur Mobilität, wie Parkplätze außerhalb der “A-Zone”. Der Planer soll seine Arbeiten innerhalb 2019 abschließen.

Wer nicht an der öffentlichen Begehung teilnehmen kann bzw. Fragen hat, kann sich direkt an Nicola De Bertoldi vom Amt für Urbanistik (Tel. 0473 250302, email: nicola.debertoldi@gemeinde.meran.bz.it) oder an den beauftragten Planer Giorgio Marchi (marchi.giorgio@gmail.com) wenden.

Karl-Wolf-Straße – zeitweilige Verkehrsbeschränkungen wegen Baumschneidearbeiten

Wegen Baumschneidearbeiten wird vom 19. Juni bis 5. Juli in der Karl-Wolf-Straße – je nach Verlauf der Arbeiten und in Bezug zum technisch arbeitsbedingten Bedarf- das zeitweilige Fahrverbot und das permanente Parkverbot mit Zwangsabschleppung eingeführt. Die Zufahrt der Anrainer erfolgt je nach Stand der Arbeiten.

Von: mk

Bezirk: Burggrafenamt

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