Themen: Bildung und Schule, Arbeit, Inklusion, Jugendcheck

Südtiroler Jugendring bei Landesrat Philipp Achammer

Dienstag, 19. Februar 2019 | 14:30 Uhr

Bozen – Der Vorstand des Südtiroler Jugendrings (SJR) hat Landesrat Philipp Achammer einen Antrittsbesuch abgestattet. Im Zentrum der Aussprache stand die Vorstellung des „Anliegenkataloges“ des Südtiroler Jugendrings. Dieser Anliegenkatalog wurde vom SJR gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen erarbeitet und enthält seine neun zentralen Anliegen für diese Legislaturperiode.

Besprochen wurde insbesondere das Thema „Bildung und Schule“. So plädierte der SJR dafür, Anreize zu schaffen, damit Schulen die „politische Bildung“ im Sinne der Rahmenrichtlinien des Landes tatsächlich umsetzen. Landesrat Philipp Achammer informierte, dass hieran gearbeitet werde und eine entsprechende Bewusstseinsbildung an den Schulen in Angriff genommen werden soll. Besprochen wurde auch der Zweitsprachenunterricht. „Wir sehen es als wichtig an, den Zweitsprachenunterricht lebensnah zu gestalten – alltagstauglich, berufsspezifisch und kontextbezogen“ brachte es der Vorstand des SJR auf den Punkt. Achammer informierte, dass es in Bezug auf den Zweitsprachenunterricht und Fremdsprachendidaktik bereits Reflexionen gebe. Erfreut zeigte sich der SJR darüber, dass das Mitbestimmungsgesetz der Schule neu erarbeitet werden soll und sicherte dabei seine Bereitschaft zu die über die Jahre erworbene Fachexpertise im Bereich der Partizipation in die Erarbeitung einzubringen.

Weiterer Schwerpunkt des Austausches war das Thema „Arbeit“. Diesbezüglich ging es unter anderem um das Anliegen des Südtiroler Jugendrings eine jugendgerechte Online-Arbeitsbörse zu schaffen. Laut SJR braucht es eine zentrale „Online-Plattform“, die jungen Menschen jugendgerecht Informationen zu Stellenangeboten und rechtliche Informationen zum Thema ‚Arbeit‘ bietet. Achammer sicherte zu sich entsprechend zu informieren. Erfreut war der SJR über die Aufwertung der Berufsberatung. „Wir sind froh, dass das Land zusammen mit der Handelskammer an einem Talentecenter arbeitet, das ab dem Schuljahr 2021/2022 die Arbeit aufnehmen soll, um Mittelschüler in Fragen der Berufsorientierung zu unterstützen“, so Martina De Zordo, die Vorsitzende des SJR.

Ein offenes Ohr hatte der Landesrat zudem für das Anliegen des SJR, genügend Einrichtungen für junge Erwachsene und Jugendliche mit Beeinträchtigung zu schaffen – mit dem Ziel, ihnen ein würdevolles Leben zu ermöglichen, ihre Selbständigkeit zu fördern und ihre aktive Teilnahme am öffentlichen Leben zu unterstützen.

Vorgebracht wurde auch das Anliegen eines Jugendchecks für neue Gesetze, um die Auswirkungen von Gesetzesvorhaben vor deren Verabschiedung auf Kinder und junge Erwachsene überprüfen zu können. Damit soll langfristig eine noch kinderfreundlichere Gesellschaft ermöglicht werden.

Der Vorstand dankte Landesrat Philipp Achammer für das interessante und aufschlussreiche Gespräch.

Der Südtiroler Jugendring (SJR)

Der Südtiroler Jugendring (SJR) ist die Dachorganisation der Kinder- und Jugendorganisationen Südtirols und fördert das Ehrenamt und die Sozialisierung von Kindern und Jugendlichen, sensibilisiert für kinder- und jugendrelevante Themen, fördert und fordert Kinder- und Jugendpartizipation, fördert demokratische Prozesse, unterstützt kulturelle Vielfalt, setzt sich im Sinne der Qualitätsentwicklung für die Entwicklung seiner Mitgliedsorganisationen ein, strebt Kooperationen an und bietet Jugendberatung, bekannt unter „Young+Direct“, an. Ihm gehören zurzeit 14 Mitgliedsorganisationen an, und er vertritt etwa 51.000 Mitglieder.

Der SJR versteht sich als lernende Organisation, die sich laufend weiterentwickelt, Impulsgeber für erforderliche Entwicklungen in der Gesellschaft, Kompetenzzentrum für Partizipation, Sprachrohr für die Anliegen und die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen, das umfassende und verbindende System für eigenständige Mitgliedsorganisationen, die sich verbindlich der Arbeit für Kinder und Jugendliche verschrieben haben und Brückenbauer zwischen den Generationen, den Sprach- und Volksgruppen, den Kulturen und Religionen und zwischen den öffentlichen Institutionen und der Gesellschaft. Er startet gesellschaftspolitische Initiativen und ist politischer Ansprechpartner zu Jugendfragen. Er agiert dabei stets parteipolitisch unabhängig.

 

Von: bba

Bezirk: Bozen

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