Von: Matthias Knapp
Bozen – Nach dem Urteil des Regionalen Verwaltungsgerichts Bozen, das zugunsten der Stadtgemeinde Bozen ausgefallen ist, hat nun auch der Staatsrat den Rekurs des Unternehmens Martinelli & Benoni S.r.l. abgewiesen. Das Unternehmen hatte gegen den Zuschlag für den Bau und die Bewirtschaftung der Tiefgarage am Siegesplatz rekurriert.
Den Zuschlag für die Arbeiten hat die Bietergemeinschaft rund um das Unternehmen Parcheggi Italia S.p.A. (federführendes Unternehmen), PAC S.p.A., Erdbau GmbH und Geobau GmbH erhalten. In seinem Urteil bestätigt nun der Staatsrat, dass das Vergabeverfahren ordnungsgemäß abgewickelt worden ist und dass die Gemeindeverwaltung nun mit den Bauarbeiten beginnen kann.
Bürgermeister Claudio Corrarati zeigte sich erfreut über das Urteil des Staatsrates. „Die Entscheidung des Staatsrates ist ein wichtiger Schritt, um dieses für Bozen so wichtige Bauvorhaben fortführen zu können. Wir können nun mit der Planung fortfahren. Mit dem Bau der Tiefgarage möchten wir eine konkrete Lösung für das Parkplatzproblem in diesem Stadtteil anbieten und gleichzeitig eine große öffentliche Fläche, wie es der Siegesplatz, ist aufwerten.“
Auch der Vizebürgermeister und Stadtrat für öffentliche Arbeiten, Stephan Konder zeigte sich zufrieden. „Mit dem Urteil des Staatsrates wurden die letzten Zweifel ausgeräumt. In den kommenden Tagen wird es bereits Treffen mit den Technikern geben, um die nächsten Schritte zu planen. Unser Ziel ist es, bis Jahresende mit den Arbeiten zu beginnen.“
Der Samstagmarkt musste bekanntlich wegen der geplanten Errichtung der Tiefgarage ausgelagert werden. Seit September befinden sich die Marktstände in den Straßen rund um den Siegesplatz. Die Testphase ist bisher zufriedenstellend verlaufen. Mit den zuständigen Gemeindeämtern wurde die Verteilung der Standplätze und die Organisation der Verkehrsflüsse rund um den Markt beobachtet und analysiert.
Die neue Tiefgarage am Siegesplatz wird über fünf Untergeschosse verfügen, mit Parkplätzen für 390 PKW und 39 Motorräder. Auf den ersten drei Parkebenen befinden sich die gebührenpflichtigen Stellplätze und Stellplätze für Anrainer, im vierten und fünften Untergeschoss gibt es Garagenboxen und Stellplätze für Motorräder, die an Interessierte verkauft werden.
Die Kosten für den Bau der Tiefgarage betragen ca. 20 Mio. Euro. Die Bauzeit wird auf 570 Tage geschätzt. Die Konzession für die Bewirtschaftung der Tiefgarage hat eine Laufzeit von 38 Jahren ab der Unterzeichnung des Konzessionsvertrages.
Sobald die Tiefgarage fertiggestellt ist, wird der Platz darüber neu gestaltet.




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