Von: importer
Im russischen Jaroslawl ist eine Ölraffinerie von Trümmerteilen einer ukrainischen Drohne getroffen worden. Bei dem Angriff sei ein Mensch getötet worden, teilte Gouverneur Michail Jewrajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. 27 weitere Menschen seien verletzt worden. Unterdessen starb bei einem russischen Angriff im Landkreis Butscha bei Kiew mindestens eine Person.
Zwei weitere Zivilisten wurden verletzt, wie der Gouverneur des Gebiets auf Telegram mitteilte. Ziel russischer Angriffe waren demnach Lagerhallen. Beschädigt worden seien auch mehr als ein Dutzend Wohnhäuser.
Von russischen Angriffen in der Nähe von Kiew waren ebenso Sortierzentren des privaten Post- und Kurierunternehmens Nova Poshta betroffen, wie das Unternehmen berichtete. Auch in der nördlichen Stadt Sumy seien solche Zentren zerstört worden, teilte Nova Poshta auf Telegram mit. Vier gelenkte Luftbomben hätten das Terminal in Sumy getroffen und zudem drei Lastwagen beschädigt. Alle Mitarbeiter seien unversehrt.
Ukrainische Gegenangriffe mit einem Toten
Auch die Ukraine setzte ihre Angriffe gegen Russland fort. Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge griffen ukrainische Streitkräfte ein russisches Tu-95MS-Raketenflugzeug auf dem Stützpunkt Engels an. “Das sind die Flugzeuge, die Angriffe gegen die Ukraine fliegen”, erklärt er auf der Onlineplattform X. Der Angriff sei von der Alpha-Einheit des ukrainischen Inlandsgeheimdienstes SBU durchgeführt worden.
Darüber hinaus traf ein Drohnenangriff ein Wohnhaus in Sewastopol auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim. Dabei wurden laut russischen Nachrichtenagenturen vier Menschen verletzt. Drohnen und Trümmerteile hätten zudem ein Hotel, einen Kindergarten und mehr als ein Dutzend Autos getroffen, teilte der von Moskau eingesetzte Gouverneur Michail Raswoschajew auf Telegram mit.
Auch der russische Einzelhändler Magnit meldete den Beschuss einiger Filialen. Demnach traf eine Drohne einen Magnit-Supermarkt in der Stadt Pawlowski Possad in der Region Moskau. Es seien auch Schäden an einem nahe gelegenen Gesundheitszentrum entstanden, sagte der Gouverneur der Region Moskau, Andrej Worobjow, auf Telegram. Das Gesundheitszentrum bleibe aber geöffnet.
Ukraine dankbar für Drängen auf Verwendung russischen Vermögens
Vor dem Hintergrund des voranschreitenden Ukraine-Konflikts ging auf EU-Ebene die Debatte rund um eingefrorene russische Vermögenswerte weiter. Medienberichten zufolge hatten mehrere EU-Staaten in einem Schreiben an die Europäische Kommission eine Wiederaufnahme der Pläne zur Nutzung eingefrorener russischer Staatsvermögen für die Ukraine gefordert. Zu den Mitverfassern des Schreibens zählen unter anderem Schweden, die Niederlande, Spanien und Polen. Am Freitag dankte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha den vier Ländern auf X. “Es ist nur fair und logisch, russische Vermögenswerte anstelle von Steuergeldern der europäischen Bürger zu verwenden, um die zusätzlichen Kosten für die Verteidigung der Ukraine und des restlichen Europas vor der russischen Bedrohung zu decken”, fügte er hinzu.
Russland führt seit Februar 2022 eine großangelegte Offensive in der Ukraine. Die Ukraine verteidigt ihre Souveränität unter anderem mit Luftangriffen auf Ziele in Russland und mit Hilfe westlicher Staaten.




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