Ein Feuerwehrmann löscht einen Brand in Pavlograd

Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ukraine

Dienstag, 21. Juli 2026 | 19:30 Uhr

Von: APA/Reuters/dpa

Bei russischen Angriffen in der Ukraine sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sprach von zwei Todesopfern und mehreren Verletzten in Saporischschja im Südosten des Landes. Russland habe mit Gleitbomben ein gewöhnliches mehrstöckiges Wohnhaus angegriffen, schrieb er in sozialen Medien. Auch in Cherson im Süden des Landes wurde Selenskyj zufolge durch Gleitbomben und Drohnen ein Mensch getötet und zwei weitere verletzt.

Selenskyj beklagte auch zwei Verletzte nach Angriffen auf die Stadt und die Region Odessa am Schwarzen Meer. In seinem Post teilte er mehrere Fotos, die Feuerwehrleute sowie brennende Häuser und Autos zeigen. Es sei wichtig, dass die Europäische Union das 21. Sanktionspaket verabschiede, die Partner der Ukraine das angegriffene Land weiter unterstützten und Waffen schnell geliefert würden, schrieb er weiter.

In Sumy im Nordosten des Landes wurden nach Angaben des regionalen Zivilschutzes sechs Bewohner eines mehrstöckigen Hauses bei Drohnenangriffen verletzt. Vier davon seien Minderjährige. Russland habe in der Nacht mehrfach angegriffen. In einem Einkaufszentrum brach demnach ein Großbrand aus. Bei weiteren Attacken während der Löscharbeiten seien zudem Einsatzfahrzeuge beschädigt worden. Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.

IWF zahlt 690 Millionen Dollar an Ukraine aus

Unterdessen machte der Internationale Währungsfonds (IWF) den Weg frei für die sofortige Auszahlung von rund 690 Millionen Dollar an die Ukraine. Der IWF-Vorstand habe eine Überprüfung des Finanzierungsprogramms für das Land abgeschlossen, erklärte der Fonds am Dienstag. Die Ukraine habe trotz des Krieges ihre Finanzstabilität aufrechterhalten können.

Die wirtschaftlichen Aussichten hätten sich jedoch eingetrübt. Gründe dafür seien vor allem die verstärkten russischen Angriffe auf die kritische Infrastruktur sowie indirekte Auswirkungen des Krieges im Nahen Osten. Zudem habe sich die Umsetzung von Reformen verlangsamt. Die Ukraine wird mit einem Kreditprogramm in Höhe von 8,1 Milliarden Dollar unterstützt. Mit der jüngsten Freigabe steigen die bisherigen Auszahlungen auf etwa 2,2 Milliarden Dollar.

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