"Wall Street Journal" berichtete über Trumps Ablehnung des Plans

Trump lehnt Iran-Plan für Hormuz-Wiedereröffnung ab

Samstag, 26. September 2026 | 14:40 Uhr

Von: importer

Eine öffentliche Reaktion der US-Regierung auf einen iranischen Vorschlag zur Wiedereröffnung der Straße von Hormuz binnen sieben Tagen steht noch aus, einem Medienbericht zufolge hat US-Präsident Donald Trump ihn jedoch abgelehnt. Wie das “Wall Street Journal” am Freitag (Ortszeit) berichtete, bezweifelt Trump, dass Teheran die US-Bedingungen erfüllen wird. Irans neuer Plan wird indes laut Präsident Masoud Pezeshkian auch vom Obersten Führer Mojtaba Khamenei unterstützt.

Das “Wall Street Journal” schrieb unter Berufung auf US-Regierungsvertreter weiter, Trump erwäge nach den Kongress-Zwischenwahlen im November eine Wiederaufnahme von Angriffen auf den Iran. Auf Truth Social veröffentlichte Trump am Freitagabend eine Karte der Straße von Hormuz mit der Bezeichnung “Trump-Straße”.

Trump strahlt bei Treffen mit Xi Zuversicht aus

Bei einem gemeinsamen Besuch mit Chinas Präsident Xi Jinping im Nationalarchiv in Washington zeigte sich Trump mit Blick auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormuz jedenfalls grundsätzlich zuversichtlich. “Ich denke, wir werden das großartig hinbekommen”, antwortete er auf eine entsprechende Journalistenfrage. Trump bestätigte auch, mit Xi über den Iran-Krieg gesprochen zu haben.

“Die Frist von sieben Tagen beginnt, sobald die Vereinigten Staaten diesen Plan akzeptieren”, hatte Irans Außenminister Abbas Araqchi zuvor bei der UNO in New York gesagt. Die Entscheidung liege nun bei Washington. Die Schritte, die die USA dafür unternehmen müssten, seien “nicht neu”, betonte Araqchi. “Sie sind bereits alle in dem im Juni mit Washington unterzeichneten Rahmenabkommen enthalten.”

Bereits am Dienstag hatte Araqchi dem US-Gesandten Steve Witkoff sieben Bedingungen für ein Ende des Krieges und die Wiederöffnung der Meerenge übermittelt. Dazu gehören nach iranischen Angaben eine siebentägige Einstellung der Kampfhandlungen in der Region, also auch im Libanon sowie die Freigabe eingefrorener iranischer Vermögenswerte, die Aufhebung von Sanktionen gegen iranisches Öl sowie ein Ende der US-Seeblockade iranischer Häfen.

Iran erinnert an Rahmenabkommen vom Juni

Irans Präsident Masoud Pezeshkian warb ebenfalls für eine Rückkehr zu dem im Juni vereinbarten Rahmenabkommen. “Wenn die Vereinigten Staaten zustimmen, auf diese Weise vorzugehen, wird alles wieder so wie vorher”, sagte er dem Sender CBS. Der Prozess könne an dem Tag beginnen, an dem Washington zustimme. Die “Abstimmung” des Plans mit Khamenei sei “erfolgt”, betonte er am Samstag.

Die Vereinbarung zwischen Washington und Teheran vom Juni sollte die Kämpfe beenden, die Straße von Hormuz wieder öffnen und Gespräche über das iranische Atomprogramm ermöglichen. Sie brach jedoch kurz darauf zusammen.

Der Krieg hatte Ende Februar mit US-israelischen Angriffen auf den Iran begonnen. Teheran hält die für den Welthandel wichtige Straße von Hormuz seit Kriegsbeginn weitgehend blockiert, die USA verhängten ihrerseits eine Seeblockade iranischer Häfen.

Nach Angaben iranischer Staatsmedien machte sich Pezeshkian unterdessen nach seiner Teilnahme an der UNO-Generaldebatte in New York auf den Weg zurück nach Teheran. Laut der iranischen Präsidentschaft hatte er dort mit UNO-Generalsekretär António Guterres gesprochen und gesagt: “Der Iran hat sich nicht vom Verhandlungstisch zurückgezogen, aber angesichts vergangener Erfahrungen vertraut er den Vereinigten Staaten nicht mehr.”

Neue Angriffe der Houthis in Saudi-Arabien

Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition erklärte indessen am Samstag, ihre Luftabwehr habe zwei von den jemenitischen Houthis gestartete Drohnen auf dem Weg in die Hauptstadtregion Riad zerstört. Zudem sei eine ballistische Rakete abgefangen worden, die auf die Stadt Chamis Muschait zielte. Dort befindet sich ein Luftwaffenstützpunkt. Ein Mitglied des politischen Büros der Hothis, Hesam al-Assad, drohte mit weiterer Eskalation. Der Golfkooperationsrat (GCC) verurteilte die Angriffe der vom Iran unterstützten Houthis scharf.

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