Der US-Sondergesandte Steve Witkoff

Trumps Gesandter Witkoff trifft am Mittwoch Putin

Mittwoch, 21. Oktober 2026 | 08:45 Uhr

Von: importer

Nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Oslo ist US-Unterhändler Steve Witkoff zu Verhandlungen mit der russischen Führung in St. Petersburg eingetroffen. Der russische Unterhändler Kirill Dmitrijew empfing Witkoff in der Früh auf dem Flughafen Pulkowo, wie Staatsmedien meldeten. Witkoff hatte am Vorabend auch mit europäischen Spitzenpolitikern in Norwegen gesprochen.

Er will von den Europäern und Amerikanern erarbeitete Vorschläge für eine Friedenslösung in dem russischen Angriffskrieg nun Kremlchef Wladimir Putin unterbreiten. Wann das Gespräch mit Putin im Konstantinpalast beginnt, war zunächst nicht klar. Die US-Regierung hoffe darauf, dass der ausgearbeitete Friedensvorschlag “den Weg zu direkten trilateralen und dann auch breiter angelegten multilateralen Verhandlungen ebnet”, sagte ein US-Beamter dem Nachrichtenportal “Axios”.

Die Ukraine habe in Oslo neue Ideen und Vorschläge präsentiert, die im Detail besprochen worden seien. Es habe “bedeutsame Fortschritte” und “starke Übereinstimmungen auf Arbeitsebene” gegeben, hieß es.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als viereinhalb Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Die Lage hat sich für das Land in der kalten Jahreszeit angesichts massiver russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur massiv verschärft, weil Kiew auch nicht ausreichend Mittel für die Flugabwehr hat. Russland hofft darauf, mit einem weiteren Kriegswinter den Widerstand der Ukrainer zu brechen. Selenskyj hatte zuletzt eine Waffenruhe für gegenseitige Angriffe auf Energieanlagen befürwortet. Putin lehnte das bisher ab.

Beziehungen verschlechtert

Die Beziehungen zwischen Kiew und Washington hatten sich in den vergangenen Wochen stark verschlechtert. So hatte Trump ein Abkommen mit Moskau über die Lieferung von Diesel-Kraftstoff geschlossen und geplante Sanktionen gegen Russland ausgesetzt. Zudem forderte Trump die Ablösung Selenskyjs.

Am Dienstag drängte der US-Präsident den ukrainischen Staatschef erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland. Selenskyj müsse mit Putin “ein Abkommen schließen”, sagte Trump in Washington. Dies sei auch in Selenskyjs eigenem Interesse.

Blatt: Musk drosselte Starlink nach Gesprächen mit Trump

Einem Zeitungsbericht zufolge ordnete SpaceX-Chef Elon Musk in der Vorwoche die Drosselung der militärischen Version des Satellitennetzwerks Starlink an, auf das die Ukraine angewiesen ist. Wie das “Wall Street Journal” unter Berufung auf US-Regierungskreise und Insider berichtete, besprach Musk die Entscheidung zuvor mit US-Präsident Trump. Stellungnahmen des Tesla-Chefs, von SpaceX und dem US-Präsidialamt liegen zunächst nicht vor.

Trump sagte am Freitag, er halte weder sich noch Musk für den Ausfall des Starlink-Zugangs verantwortlich. Musk hatte betont, die Entscheidung über die Nutzung der Militärvariante Starshield obliege letztlich dem Präsidenten.

Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten

Unterdessen bat Trump Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen “Söldnertums” für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden.

Trump sagte, er habe “ausführlich” mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.

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