Finanzielle Aufwertung und bessere Anerkennung zusätzlicher Leistungen

Vertragsentwurf für Berufsfeuerwehr und Landesforstkorps unterzeichnet

Mittwoch, 10. Juni 2026 | 10:38 Uhr

Von: mk

Bozen – Am Sitz der Landesagentur für die Gewerkschaftsbeziehungen in Bozen wurden am 8. Juni zwei neue Kollektivvertragsentwürfe unterzeichnet: Sie betreffen das Personal der Berufsfeuerwehr des Landes sowie jenes des Landesforstkorps. “Mit dem neuen Vertrag erhält die Arbeit von Feuerwehrleuten und Forstpersonal, die oft mit komplexen Bedingungen und Risiken einhergeht, eine konkrete Aufwertung. Zudem hoffen wir dadurch, trotz Personalknappheit auch in Zukunft vermehrt motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für diese beiden wesentlichen Dienste gewinnen zu können”, unterstreicht Personallandesrätin Magdalena Amhof.

Berufsfeuerwehr: Finanzielle Aufwertung und bessere Anerkennung zusätzlicher Leistungen

Für die Berufsfeuerwehr sieht der Vertrag eine Verbesserung der Gehaltsentwicklung durch die Anrechnung einer längeren Dienstzeit ab 2026 sowie eine Aktualisierung der Zulagen vor, die besser an die Verantwortung und die operativen Bedingungen angepasst werden. Vorgesehen sind außerdem Formen der Anerkennung für spezialisierte Tätigkeiten, Schichtarbeit und zusätzliche Leistungen. Ziel sei es, so Landesrätin Amhof, “über den rein wirtschaftlichen Aspekt hinaus auch die Arbeitsorganisation zu erleichtern und Kompetenzen stärker aufzuwerten.”

Landesforstkorps: Berufsbilder werden neu organisiert

Wichtige Neuerungen gibt es auch für das Landesforstkorps: Der Vertrag aktualisiert die Organisation der Berufsbilder und bestätigt die zentrale Rolle des Personals, wenn es darum geht, Wald- und Weideflächen nachhaltig zu bewirtschaften, Lebensräume für Pflanzen und Wildtiere zu schützen und im Bereich Bevölkerungsschutz, unter anderem durch die Vorbeugung von Waldbränden oder die Aktualisierung des Wegenetzes. Zudem werden Instrumente wie die Bereitschaftsdienste gestärkt, die im Notfall von grundlegender Bedeutung sind. Bestätigt wird auch die Forstdienstzulage, die den oft anspruchsvollen Einsatzbedingungen des Personals Rechnung trägt.

Nächste Etappen: Rechnungsrevisoren, Landesregierung und Rechnungshof

Das Ergebnis wurde im Austausch mit den Gewerkschaftsorganisationen und der Landesagentur für die Gewerkschaftsbeziehungen erreicht und stellt “einen konkreten Schritt dar, um zwei Dienste zu stärken, die für Südtirol und unsere Gemeinschaft unverzichtbar sind”, betont Landesrätin Amhof.

Vor der endgültigen Unterzeichnung des Vertrags ist nun noch ein Gutachten der Rechnungsrevisoren, ein weiterer Beschluss der Landesregierung und die Zertifizierung durch den Rechnungshof erforderlich.

Bezirk: Bozen

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