Landesrätin Pamer erinnert an Beiträge

Vorsorgen durch rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten

Donnerstag, 23. Juli 2026 | 15:24 Uhr

Von: mk

Bozen – Zu den jüngsten Diskussionen rund um die Verbesserung der Absicherung von Eltern, die sich in den ersten Lebensjahren überwiegend der Betreuung ihrer Kinder widmen, erinnert Familienlandesrätin Rosmarie Pamer an die Beiträge für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten. “Als Land haben wir in diesem Bereich leider keine direkte Zuständigkeit, doch über die Region gibt es die Möglichkeit, Eltern im Bereich der Vorsorge finanziell zu unterstützen. Die Beiträge werden über das Patronat angesucht und über die Agentur für Soziale und Wirtschaftliche Entwicklung ausbezahlt”, informiert Pamer.

Jüngst hatte sich auch der Familienbeirat mit diesem Thema befasst: Dabei hatte ASWE-Direktor Eugenio Bizzotto informiert, dass im Jahr 2025 für 4381 Ansuchen insgesamt 9,17 Millionen Euro an Beiträgen für die rentenmäßige Absicherung der Erziehungszeiten ausbezahlt wurden. Voraussetzung ist die Einzahlung von Rentenbeiträgen in die Pensionskasse oder in einen Zusatzrentenfonds. Die ausbezahlten Beiträge orientieren sich an der Höhe der eingezahlten Rentenbeiträge: So können bis zu 9000 Euro im Jahr (oder 18.000 Euro für zwei Jahre) von öffentlicher Seite ausbezahlt werden.

Als rückerstattungsfähige Beiträge gelten freiwillige Beiträge und Pflichtbeiträge, die in den ersten drei Lebensjahren des Kindes einbezahlt werden. Freiwillige Beiträge sind jene, die von den nicht-rentenversicherten Antragstellenden auf freiwilliger Basis in die Rentenkasse einbezahlt werden. Pflichtbeiträge werden bei selbstständiger Arbeit oder von Freiberuflerinnen und Freiberuflern entrichtet. Beiträge gibt es auch, wenn das Elternteil einer Teilzeitarbeit (bis zu maximal 70 Prozent) nachgeht und freiwillig die eigenen Rentenbeiträge auf 100 Prozent aufstockt. In diesem Fall ist man bis zum 5. Lebensjahr des Kindes beitragsberechtigt, maximal werden 4500 Euro pro Jahr erstattet. Davon ausgenommen sind Angestellte der öffentlichen Verwaltung.

“In Zusammenarbeit mit der Region arbeiten wir daran, diese Möglichkeiten auszubauen: So habe ich bereits beim zuständigen Regionalassessor Carlo Daldoss den Vorschlag deponiert, mit dem die Maximalbeiträge auf 10.000 Euro jährlich aufgestockt werden sollen. Zudem wollen wir die Beiträge für Teilzeit-Einzahlungen auf 5000 Euro pro Jahr erhöhen und eine Ausweitung bis zum achten Lebensjahr erzielen”, berichtet Landesrätin Pamer. Diese Maßnahmen könnten schließlich mit dem regionalen Haushaltsgesetz für 2027 umgesetzt werden, stellt die Landesrätin in Aussicht.

Bezirk: Bozen

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