Von: mk
Bozen – Im Rahmen der aktuellen Landtagssitzung zum Nachtragshaushalt hat die Landesregierung die vom Abgeordneten Thomas Widmann, Landtagsfraktion Für Südtirol mit Widmann, eingebrachte Tagesordnung zur Sicherung von Wohnraum für ansässige Fach- und Arbeitskräfte angenommen. Damit werde ein wichtiges Signal für die Zukunft des Wirtschafts- und Arbeitsstandortes Südtirol gesetzt, betont der Landtagsabgeordnete.
Der Mangel an leistbarem Wohnraum zähle mittlerweile zu den größten Herausforderungen des Landes. Besonders Betriebe in den Bereichen Tourismus, Handwerk, Gesundheitswesen, Pflege und Dienstleistungen hätten zunehmend Schwierigkeiten, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und langfristig zu halten. “Hohe Wohnkosten und ein knappes Angebot an Wohnungen erschweren die Fachkräftesicherung und tragen dazu bei, dass gut ausgebildete Südtirolerinnen und Südtiroler abwandern oder nach Ausbildung und Berufserfahrung nicht mehr zurückkehren”, so Widamnn.
Der angenommene Vorschlag sieht vor, landeseigene Gebäude und Liegenschaften auf ihre Eignung als Wohnraum insbesondere für ansässige Fach- und Arbeitskräfte zu überprüfen. Zudem soll ein Fördermodell zur Schaffung, Sanierung und Nutzung von Mitarbeiterwohnungen ausgearbeitet werden. Gemeinsam mit Gemeinden, Sozialpartnern und Wirtschaftsverbänden soll darüber hinaus ein Konzept zur Umnutzung geeigneter Bestandsgebäude entwickelt werden. Gleichzeitig sollen rechtliche und raumordnungsrechtliche Hürden geprüft und gegebenenfalls angepasst werden, um die Umwandlung bestehender Gebäude in Wohnraum zu erleichtern. Die notwendigen finanziellen Mittel sollen im nächsten Landeshaushalt vorgesehen werden.
“Die Sicherung von Fachkräften gehört zu den entscheidenden Zukunftsaufgaben unseres Landes. Leistbarer Wohnraum ist dabei ein Schlüsselfaktor. Mit diesem Vorschlag wollen wir konkrete Lösungen anstoßen und eine tragfähige Grundlage für weitere politische Entscheidungen schaffen. Mit der Annahme dieses Vorschlages wird ein wichtiger Schritt gesetzt, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, junge Menschen im Land zu halten und die Wettbewerbsfähigkeit Südtirols nachhaltig zu stärken”, betont Thomas Widmann abschließend.




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