Alcaraz kämpfte sich in zweite Wien-Runde

Alcaraz nach Kampf im Wien-Achtelfinale

Dienstag, 27. Oktober 2026 | 19:10 Uhr

Von: importer

Carlos Alcaraz hat am Dienstag die schwere erste Hürde beim Wiener Stadthallenturnier genommen. Der Tennis-Weltranglisten-Dritte besiegte vor ausverkaufter Stadthalle und somit 9.800 Fans den Russen Karen Chatschanow nach einem gewaltigen Schlagabtausch und 2:04 Stunden 6:4,7:6(5). In direkten Duellen mit dem Russen stellte der 23-jährige Spanier auf 7:0. Alcaraz trifft nun am Donnerstag auf Österreichs Davis-Cup-Helden Jurij Rodionov oder den Georgier Nikolos Basilaschwili.

“Es war wirklich eng. Ich habe gut gespielt, ein paar Punkte haben entschieden. Aber das ist Tennis, du gewinnst die wichtigen Punkte, wenn es darauf ankommt”, resümierte Alcaraz bei der Pressekonferenz der Erste Bank Open. Schon zuvor hatte er auf dem Platz seinen Gegner gelobt. “Er ist so ein toller Spieler, es ist immer ein Kampf gegen ihn. Ich musste bereit sein, ich habe alles wirklich gut gemacht und habe den Ball wirklich gut getroffen. Ich bin froh, den Sieg in zwei Sätzen geschafft zu haben”, meinte er. Er lobte auch die ausgezeichnete Atmosphäre in der Stadthalle schon in einer ersten Runde.

Chatschanow bot starke Gegenwehr

Alcaraz benötigte etwas Anlaufzeit, um in Schwung zu kommen. Er eröffnete seine zweite Wien-Kampagne nach jener vor fünf Jahren (Semifinale) mit einem Doppelfehler und musste zum 2:3 auch als erster Spieler sein Service abgeben. Chatschanow zeigte in dieser Phase auch, warum er zuletzt bis ins US-Open-Halbfinale vorgestoßen war. Danach ließ er aber ein 40:0 und insgesamt vier Chancen zur 4:2-Führung aus, Alcaraz schaffte das Rebreak und nutzte letztlich zum 6:4 den ersten Break- und Satzball.

Der siebenfache Major-Sieger aus Spanien überzeugte nicht nur mit enormer Power in seinen Schlägen, sondern war auch läuferisch eine harte Nuss für Chatschanow. Doch der Russe hielt weiter dagegen und wehrte bei 4:5 im zweiten Satz drei Matchbälle ab. Und das brachte einen Wechsel des Momentums, denn Chatschanow nutzte seine erste Breakchance zum 6:5. Aber Alcaraz schlug wie ein Champion zurück: Zu null nahm er seinem Gegner den Aufschlag ab und erreichte nach 1:56 Stunden das Tiebreak.

In diesem steckte Alcaraz einen 1:3-Rückstand weg und nach einem Minibreak zum 5:4 schlug Chatschanow zweimal auf. “Bei 4:5 im Tiebreak habe ich diesen Passierball geschlagen, und da weiß ich nicht, wie ich den geschafft habe”, erinnerte sich der Spanier, der das Tiebreak dann drehte. Bei 6:5 nutzte Alcaraz seinen vierten Matchball und verhinderte noch den dritten Durchgang.

“Bin auf dem richtigen Weg”

Der diesjährige Australian-Open-Sieger, der in Melbourne bereits mit 22 seinen Karriere-Grand-Slam fixiert hatte, hat noch ein Stück zu gehen, um wieder auf absolutem Toplevel zu landen. “Ich bin auf dem richtigen Weg, mache die richtigen Schritte. Wir haben heute gesehen: Ich habe tolles Tennis gespielt. Jetzt geht es darum, die Konstanz zu bekommen, die ich zu Beginn des Jahres hatte”, weiß Alcaraz.

Als er nach den Bedingungen in der Halle gefragt wurde, meinte Alcaraz, dass ihm die Musik “ein bisschen zu laut” sei. “Es ist beim Seitenwechsel und diese Zeit ist auch die Zeit der Fans”, zeigte er auch Verständnis.

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