Alcaraz im Viertelfinale

Alcaraz und Medwedew mit Mühe ins Wien-Viertelfinale

Donnerstag, 29. Oktober 2026 | 18:43 Uhr

Von: importer

Die Nummern zwei und drei des mit 2,79 Mio. Euro dotierten ATP-500-Turniers in der Wiener Stadthalle stehen im Viertelfinale: Carlos Alcaraz hatte mit dem Bezwinger von Jurij Rodionow, Nikolos Basilaschwili, am Donnerstag beim 6:1,7:6(11) im zweiten Satz große Mühe. Daniil Medwedew musste gegen Cameron Norrie gar einen Matchball abwehren, ehe er nach 2:31 Stunden 4:6,6:3,7:6(1) gewann. Alcaraz trifft nun auf Tommy Paul (USA-7), Medwedew auf den Franzosen Adrian Mannarino.

“Er hat großartig gespielt. Ich habe den Ball richtig gut auf dem Schläger gehabt, aber Nikolos ist so ein Power-Spieler”, erklärte Alcaraz noch auf dem Platz. Nach einer 6:1,3:1-Führung habe er dann beim Aufschlag bei 3:2 ein paar Fehler gemacht. “Dann ist er stärker geworden und er hat mich in Schwierigkeiten gebracht. Ich habe dann versucht, mein Spiel wiederzufinden”, erklärte der spanische Weltranglisten-Dritte. Das Tiebreak sei dann sehr eng gewesen. “Ich bin wirklich glücklich, dass ich in zwei Sätzen durch bin.”

Dabei schien Alcaraz vor mit 9.800 Fans neuerlich ausverkaufter Halle auf Expresskurs. Nach 28 Minuten hatte er gegen den Almaty-Finalisten den ersten Satz in der Tasche und führte auch danach rasch 3:1. Doch dann bäumte sich der Georgier auf, glich auf 3:3 aus und erreichte das Tiebreak. In diesem führte Basilaschwili 4:1 und 6:4, ließ aber insgesamt vier Satzbälle aus. Alcaraz nutzte dann seine vierte Chance, das Match vorzeitig zu beenden. Der Publikumsliebling bedankte sich danach beim Publikum: “Ich fühle mich geliebt und dafür bin ich sehr dankbar.”

Medwedew regt langsamer Belag auf

Zuvor hatte sich Medwedew beim fünften Antreten in Wien zum fünften Mal ins Viertelfinale – das insgesamt 100. ATP-Viertelfinale seiner Karriere – gespielt. “Ich bin nicht glücklich, wie ich mich im dritten Satz verhalten habe, aber ich bin mit den Umständen nicht zurechtgekommen. Es ist ein bisschen wie auf einem Sandplatz, du musst den Ballwechsel entwickeln und das mag ich nicht so”, sagte der Russe auf ServusTV. Medwedew schlug mehrmals mit seiner Faust auf den Platz, zog sich dabei aber keine Verletzung zu. Zuletzt hatte er ja mit einer Disqualifikation für negative Nachrichten gesorgt.

Medwedew empfindet den Belag in Wien als besonders langsam. Das war aber nicht immer so, doch seit er vom superschnellen Belag aus Almaty in den 15. Wiener Bezirk kommt, geht es ihm nicht schnell genug. In Kasachstan hat er am vergangenen Sonntag erstmals in seiner Karriere einen Titel erfolgreich verteidigt.

In Wien machte Norrie dem Russen das Leben aber schwer. Der 31-jährige Weltranglisten-41. führte gegen die ATP-Nummer fünf im Entscheidungssatz schon 3:0, dann nach einem Break 5:3 und hatte da sogar einen Matchball. Doch Medwedew gelang das Rebreak und er war dann im Tiebreak klar stärker. Im nächsten Match gegen Mannarino ist er klarer Favorit. Wird er der Rolle gerecht, könnte es zum Halbfinal-Kracher mit Alcaraz kommen.

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