Von: importer
Die Wiener Austria hat sich mit einem Elfer-Drama ins Play-off der Fußball-Conference-League gemüht. Die “Veilchen” setzten sich Donnerstagabend daheim gegen Beitar Jerusalem mit 4:2 nach Elfmeterschießen durch. Nach 90 bzw. 120 Minuten war es 1:2 für die Israelis gestanden, die damit die 1:2-Niederlage aus dem Hinspiel egalisiert hatten. Gegner im Kampf um einen Platz in der CoL-Ligaphase ist Sporting Braga am 20. bzw. 27. August.
Omer Atzili (33.) und Johnbosco Kalu (56.) hatten die Israelis 2:0 in Führung gebracht, Kelvin Boateng gelang der wichtige Anschlusstreffer für die Wiener (58.). Beide Teams verpassten in der Folge die Entscheidung, die am Ende vom Punkt erfolgte. Dort versagten den Gästen zweimal die Nerven, während für die Gastgeber nur Vasilije Markovic nicht traf. Den entscheidenden Elfer verwandelte Sanel Saljic eiskalt. Für die Austria geht es bereits am Sonntag (17.00 Uhr) in der Bundesliga mit einem Gastspiel in Hartberg weiter.
Helm rotierte
Coach Stephan Helm rotierte wie erwartet und änderte seine Startelf im Vergleich zur LASK-Partie vom Sonntag (0:2) an acht Positionen. Er schenkte aber im Wesentlichen jener Mannschaft das Vertrauen, die vor einer Woche im Hinspiel gegen Beitar begonnen hatte. Stürmer Johannes Eggestein stand aufgrund von Adduktorenproblemen wie befürchtet nicht im Kader. Bei den Israelis blieb Ex-WAC-Stürmer Shon Weissman auf der Bank.
Die Austria agierte vor 7.663 Zuschauern im Franz-Horr-Stadion zunächst abwartend und setzte auf Umschaltaktionen. Julian Hettwer ließ nach einem langen Ball sowie einem Steckpass von Moritz Wels das 1:0 liegen, er scheiterte freistehend an Goalie Miguel Silva (14.). Beitar probierte es immer wieder aus der zweiten Reihe, ein abgefälschter Schuss von Dagatz Worko ging knapp am Austria-Gehäuse vorbei (19.). Die Gäste übernahmen nun sukzessive das Kommando, in der 32. Minute bot sich gleich mehreren Beitar-Spielern Einschussmöglichkeiten, doch Aleksandar Dragovic und Jonas Feddersen blockten.
Erneuter Rückstand für die “Veilchen”
Die kalte Dusche kam in der nächsten Szene, als Atzili mit einem Schuss aus 20 m ins lange Eck die Gästeführung besorgte. Die Austria lief somit wie im Hinspiel einem Rückstand nach und wurde nun aktiver, ein Schuss von Boateng fiel aber zu schwach aus (38.). Nach Seitenwechsel blieb erneut Boateng aus der Distanz zu ungenau (53.). Auf der Gegenseite schlug es hingegen zum zweiten Mal ein: Samuel Sahin-Radlinger parierte zunächst gegen Atzili, doch Kalu setzte nach und erhöhte volley auf 2:0.
Nun lag Jerusalem im Gesamtscore mit 3:2 voran, doch die Austrianer antworteten sofort: Einen Schuss von Julian Hettwer nach einem schweren Patzer in der Beitar-Verteidigung ließ Goalie Silva nach vorne abprallen, Boateng staubte ab. Die Partie wogte nun hin und her, bei einem Stangenschuss von Atzili hatten die “Veilchen” Glück (63.). Ein Kontertor von Yarden Shua blieb wegen einer Abseitsstellung ohne Folgen für die Hausherren (75.).
Entscheidung im Elfmeterschießen
Im Finish verpasste Manfred Fischer den “lucky punch”, er schlug im Strafraum am Leder vorbei (87.). Brayan Carabali verpasste per Kopf die Entscheidung zugunsten der Israelis, Sahin-Radlinger parierte in höchster Not (92.). Die Folge war eine dreißigminütige Verlängerung, in der Beitar Vorteile hatte, aber keine Tore fielen. Im Elfer-Shootout scheiterten Eugene Ansah bzw. Markovic an der Stange. Sahin-Radlinger parierte gegen Timothy Muzie, bevor Saljic die Partie beendete.




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