Erster Akt in Bari endet torlos

Die Weißroten dürfen weiter hoffen

Samstag, 16. Mai 2026 | 07:19 Uhr

Von: ka

Bari/Bozen – Im „Stadio San Nicola“ trennen sich die „Pugliesi“ und die Weißroten im Relegations-Hinspiel mit einem 0:0. Die Entscheidung wird somit auf den kommenden Freitag vertagt, wenn im Bozner Drusus-Stadion das Rückspiel stattfindet.

FC Südtirol

Der FC Südtirol zeigt unter dem Flutlicht des traditionsreichen „Stadio San Nicola“ vor 27.734 Zuschauern eine überzeugende Leistung und erkämpft sich im Hinspiel der Playouts der Serie BKT 2025/26 ein 0:0 gegen Bari. Somit wird die Entscheidung um den Klassenerhalt zur Gänze auf Wochenfrist vertagt, wo im Bozner Drusus-Stadion das Rückspiel steigen wird.

FC Südtirol

Die Weißroten unter der Leitung von Mister Fabrizio Castori hatten die Regular Season der zweithöchsten italienischen Spielklasse auf dem 16. Tabellenplatz beendet – punktegleich mit Empoli und auch mit derselben Bilanz in den direkten Duellen gegen die geretteten „Toscani“, jedoch mit der um drei Tore schlechteren Tordifferenz. Bari hingegen erreichte auf der Zielgeraden Rang 17 und somit die Relegation.

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Nach dem torlosen ersten Akt in Apulien folgt in sieben Tagen – am nächsten Freitag, den 22. Mai um 20.00 Uhr – im „Druso“ Teil zwei, wo dem FCS aufgrund der besseren Platzierung zum Ende der regulären Meisterschaft ein weiteres Unentschieden ohne jegliches Zusatzprogramm zum Ligaverbleib reichen würde.

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ERSTE HALBZEIT

Die Gastgeber stoßen an, den besseren Beginn erwischen jedoch die Gäste: Die erste Torchance erarbeitet sich El Kaouakibi, er zieht von der rechten Grundlinie ins Zentrum und schließt mit links ab, Cerofolini ist hellwach und hält (3.). Kurz darauf versucht es Molina auf dieselbe Art und Weise: Er gewinnt das Duell mit seinem Gegenspieler und dringt von rechts in die Box ein, sein Linksschuss jedoch verpasst das kurze rechte Eck knapp (7.). In der Folge strecken gleich zwei Bari-Verteidiger Pecorino zu Boden, der FCS-Stürmer muss länger behandelt werden. In vorübergehender Überzahl kommen die Hausherren zu ihrer ersten Möglichkeit: Rao flankt von links an den zweiten Pfosten, wo der eingelaufene Piscopo sich volley ein Herz fasst und aus spitzem Winkel das Außennetz trifft (10.). In Spielminute 14 entwischt Pagano allen auf links und legt von der Grundlinie in den Rückraum, wo Maggiore frei zum Schuss kommt; Adamonis ist rechtzeitig unten und entschärft den flachen Linksschuss (14.). Nur eine Minute später schickt Moncini Rao auf links auf die Reise, der Bari-Angreifer dringt in die Box ein und legt sich den Ball zurecht, trifft seinen Rechtsschuss jedoch nicht voll: Adamonis wehrt im Eins-gegen-Eins zur Ecke ab (15.).

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Auf der anderen Seite versucht Cerofolini außerhalb seines Strafraums, per Kopf zu klären, das Spielgerät fällt Frigerio vor die Füße, der direkt zum Distanzschuss ansetzt, dieser jedoch jäh abgefangen wird (21.). Die Partie ist von unzähligen individuellen Duellen geprägt, beide Teams kämpfen um die zweiten Bälle. In Spielminute 29 kommen Piscopo und dann auch Moncini in der FCS-Box an das Leder, El Kaouakibi schreitet jedoch in extremis ein und kann die Situation bereinigen (29.). Unmittelbar im Anschluss setzt Piscopo seinen Weitschuss über das Gäste-Tor (30.). Auf der Gegenseite probiert es Merkaj links im Bari-Sechzehner per Fallrückzieher, Mantovani hält seinen Kopf in die gefährliche Flugbahn (32.). In Minute 38 spielt Casiraghi Merkaj per Lochpass an, der FCS-Angreifer zieht ins Zentrum, findet jedoch nicht den richtigen Moment zum Abschluss; so legt er für Molina ab, der seinen Linksschuss über das Tor der „Pugliesi“ setzt. Nur kurz darauf foult Odenthal Merkaj kurz vor der eigenen Strafraumgrenze (40.), den fälligen Freistoß aus rund 18 Metern zentraler Position legt Casiraghi haarscharf am linken Eck vorbei (41.). Direkt im Gegenzug steckt Esteves für Pagano in den FCS-Strafraum durch, dieser kontrolliert das Zuspiel und zieht ab, trifft jedoch nur das Außennetz (42.). In der Nachspielzeit trifft Pagano – im Versuch eines Seitfallziehers – mit dem Fuß den ihn antizipierenden Frigerio und holt sich die erste gelbe Karte der Partie ab (45+2.). Dann ist Pause.

FC Südtirol

ZWEITE HALBZEIT

Unverändert geht es in die zweiten 45 Minuten. Erneut kommen die Weißroten besser aus der Kabine: Molina flankt von rechts in die Mitte, wo Merkaj und Mantovani im Zweikampf beide zu Boden gehen. Der Ball rutscht so auf links in der Box zu Davi durch, dessen Diagonalschuss jedoch zu hoch ausfällt (48.). Im Rahmen des direkten Gegenzugs fordern die Gastgeber wegen eines vermeintlichen Haltens eines FCS-Akteurs in der eigenen Box lautstark Elfmeter: das Unparteiischengespann ahndet den sauberen Zweikampf richtigerweise nicht. In der Folge schnüren die Gäste die „Pugliesi“ in die eigene Hälfte: Esteves weiß sich in Minute 55 gegen Casiraghi nur noch regelwidrig zu helfen, es gibt Freistoß für den FC Südtirol aus rund 20 Metern Distanz. Der heutige Kapitän der Weißroten nimmt sich erneut der Aufgabe an und zwingt Cerofolini mit einem präzisen Rechtsschuss ins rechte Eck zu einer wahren Glanzparade.

FC Südtirol

Kurz darauf findet Molina an der Strafraumgrenze Pecorino, dieser legt sich das Leder kurz zurecht und visiert mit links das linke untere Eck an, erneut ist Cerofolini zur Stelle (68.). Mit Anbruch der Schlussphase flankt Davi weich von der linken Grundlinie ins Zentrum, der Ball tänzelt an der Oberkante der Querlatte entlang und fällt ins Feld zurück, wo Merkaj das Spielgerät per Grätsche über die Linie drücken will, dabei jedoch ein Offensivfoul an Piscopo begeht (78.). Die Gäste halten die Schlagzahl hoch und bleiben auch gegen den Ball aggressiv, um die Hausherren nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Mit der letzten Angriffsaktion der Partie dringt Braunöder dann doch für einmal in die FCS-Box ein und rauscht dort mit Davi zusammen; der Ball fällt so Cuni vor die Füße, dessen Abschluss Adamonis aber zur Ecke abwehren kann (81.). Das Relegations-Hinspiel endet torlos (0:0): die Entscheidung um den Klassenerhalt fällt somit am kommenden Freitag im Bozner Drusus-Stadion (22. Mai, mit Anstoß um 20.00 Uhr).

FC Südtirol

Die Mannen von Mister Castori nehmen die Vorbereitung auf das Rückspiel am Sonntag, den 17. Mai im FCS Center in der Sportzone Rungg wieder auf.

SSC BARI – FC SÜDTIROL 0:0

SSC BARI (4-3-1-2): Cerofolini; Dorval, Nikolaou, Odenthal, Mantovani ©️; Piscopo, Maggiore (75. De Pieri), Esteves (62. Braunöder); Pagano (62. Artioli); Rao (86. Bellomo), Moncini (75. Cuni).
Auf der Ersatzbank: Pissardo, Gytkjaer, Dickmann, Pucini, Mane, Stabile, Traore.
Trainer: Moreno Longo..
FC SÜDTIROL (3-5-2): Adamonis; Veseli, Pietrangeli, El Kaouakibi; S. Davi (86. Zedadka), Casiraghi ©️, Tronchin (86. Tait), Frigerio (65. Martini), Molina; Pecorino (86. Crnigoj), Merkaj (78. Odogwu).
Auf der Ersatzbank: Borra, Mancini, Tonin, Sabatini, F. Davi, Brik, Verdi.
Trainer: Fabrizio Castori.
SCHIEDSRICHTER: Antonio Rapuano (Rimini) | Die Assistenten: Kahled Bahri (Sassari) & Marcello Rossi (Biella) | Vierter Offizieller: Kevin Bonacina (Bergamo).
VAR: Giacomo Camplone (Lanciano) | AVAR: Francesco Meraviglia (Prato).
DISZIPLINARISCHE MASSNAHMEN: Gelbe Karten – Moncini (BAR | 45+2.), Merkaj (FCS | 54.), Cerofolini (BAR | 57.), Tronchin (FCS | 60.), Piscopo (BAR | 72.), Bellomo (BAR | 88.); Rote Karte – Sportdirektor Di Cesare (BAR | 49.).
ANMERKUNGEN: leicht bewölkter Abend, Temperaturen um 21 °C, Luftfeuchtigkeit 71 %. Insgesamt 27.734 Zuschauer, davon 21 Gästefans. | Eckenverhältnis 4-1 (1-0) | Nachspielzeit: 2 min + 4 min.

Bezirk: Bozen

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