HC Kometa Brno bezwang den Schweizer Top-Klub EV Zug in einem spektakulären Finale mit 3:2

Dolomitencup-Jubiläum: Kometa glänzt als Champion

Sonntag, 23. August 2026 | 23:08 Uhr

Von: Martin Geier

Neumarkt – Die 20. Auflage des Dolomitencup ist zu Ende – und mit ihr ein Turnier, das sein Jubiläum kaum besser zelebrieren hätte können. Den glanzvollen Schlusspunkt in der neuerlich ausverkauften Würtharena in Neumarkt setzte der HC Kometa Brno, der den Schweizer Top-Klub EV Zug in einem spektakulären Finale mit 3:2 bezwang.

Dolomitencup 2026/Max Pattis

Kometa Brno und der EV Zug lieferten vor rund 1.000 Zuschauern die finale Show der Jubiläumsauflage des Dolomitencups – und zugleich den Schlusspunkt eines dreitägigen Eishockeyfestes, das zum einen auf dem Eis der Würtharena, zum anderen aber auch im Fanzelt und in den Gassen Neumarkts gebührend zelebriert wurde. Auch beim vierten und letzten Spiel waren alle Zuschauerplätze restlos ausverkauft.

Dolomitencup 2026/Max Pattis

Ein NHL-Star als besonderer Gast

Unter die Fans mischte sich dabei auch ein absoluter Eishockey-Star: der deutsche Nationaltorhüter Philipp Grubauer, der seit 15 Jahren sein Geld in der NHL verdient und dem Südtiroler Unterland vor dem Trainingsstart mit den Seattle Kraken einen Besuch abstattete. Grubauer war es auch, der das große Finale mit dem symbolischen Puckdrop eröffnete.

Danach gehörte die Bühne den Kufenstars aus Tschechien und der Schweiz, die prompt powervolles Offensiveishockey, Härteeinlagen und Tore offenbarten. Zunächst war es Kometa, das die Oberhand hatte. Binnen zwölf Sekunden landete der Traditionsklub aus Brünn einen Doppelschlag zum 2:0. Zunächst traf Witkowski zum 1:0, dann überraschte Mikyska Zug-Backup Birchler am ersten Pfosten (10.). Die Schweizer zeigten sich davon allerdings nicht beeindruckt, Dominik Kubalik und Nik Petrovic scheiterten nur knapp am Anschlusstor. Dieses sollte schließlich zur Hälfte der Partie gelingen, als Jan Kovar nach einem Zuspiel von Samuel Guerra zum 1:2 traf (30.).

Dolomitencup 2026/Max Pattis

Tore satt im Mitteldrittel

Mit dem ersten Zug-Tor nahm die Partie nun noch mehr Fahrt auf. Es entwickelte sich ein wildes Rauf und Runter, in dem Kometa als Nächstes brillierte. Adam Zboril spielte sich herausragend frei und legte für Kapitän Kristian Pospisil auf, der zum 3:1 eindrückte (31.). Dieses Mal hatte allerdings Sven Senteler die passende Antwort parat. Per Rebound verkürzte er prompt zum 2:3 aus Sicht der Zentralschweizer (34.). Diese warfen im Anschluss alles in die Waagschale, um Kometa den Pokal noch aus den Händen zu reißen. Allein Andreas Wingerli hatte im Schlussdrittel mehrfach die Chance, mit dem 3:3 das Penaltyschießen zu erzwingen. Doch den Zuger Bemühungen stellte sich immer wieder der überragende Jan Kavan im Tor der Tschechen in den Weg, wie bei einem satten Onetimer von Gregory Hofmann in der Schlussphase.

Dolomitencup 2026/Max Pattis

So waren am Ende alle Sturmläufe und auch der lautstarke Support der Zuger Fans umsonst, der dritte Titelgewinn beim Dolomitencup blieb den Eidgenossen verwehrt. Dafür stemmte Kometa Brno die Kulttrophäe erstmals in die Höhe – und das ausgerechnet bei der Jubiläumsauflage des Dolomitencups. Einer Auflage, die in Neumarkt und darüber hinaus so schnell nicht in Vergessenheit geraten dürfte.

Dolomitencup 2026/Max Pattis

HC Kometa Brno – EV Zug 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)

Kometa: Kavan (Rablan); Kucerik-Davidson, Krai-Witkowski, Nedomiel-Svozil, Svozil, Mikyska; Leino-Pospisil-Zboril, Cingel-Cajkovic-Kuric, Kollar-Chludil-Selic, Ilomaki-Vehovsky-Kusko, Suss.

Coach: Kamil Pokorny

Zug: Birchler (Genoni); Sklenicka-Diaz, Guerra-Bengtsson, Geisser-Schneller, Stadler-Balestra; Rohrer-Hofmann-Gredig, Kovar-Wingerli-Kubalik, Senteler-Wey-Petrovic, Egli-Antenen-Lindermann.

Coach: Lauri Marjamäki

Tore: 1:0 Luke Witkowski (9.43), 09:55 Dalimil Mikyska (9.55), 2:1 Jan Kovar (30.00), 3:1 Kristian Pospisil (30.52), 3:2 Sven Senteler (33.02)

MVP: Jan Kavar (Kometa), Raphael Diaz (Zug)

Schiedsrichter: Lazzeri, Virta (Fleischmann, Uli Pardatscher)

Zuschauer: 978 (ausverkauft)

20. Internationaler Dolomitencup

Freitag, 21. August

Augsburger Panther (GER) – HC Kometa Brno (CZE) 2:3

Samstag, 22. August

EV Zug (SUI) – Eisbären Berlin (GER) 2:0

Sonntag, 23. August – Spiel um Platz 3

Eisbären Berlin (GER) – Augsburger Panther (GER) 7:0

Sonntag, 23. August – Finale

Kometa Brno (CZE) – EV Zug 2:3

Dolomitencup: Die Ehrentafel

2006: Frankfurt Lions

2007: Frankfurt Lions

2008: Frankfurt Lions

2009: Kölner Haie

2010: EV Zug

2011: EHC München

2012: HC Lugano

2013: Augsburger Panther

2014: Augsburger Panther

2015: Kloten Flyers

2016: Augsburger Panther

2017: EV Zug

2018: Augsburger Panther

2019: Augsburger Panther

2020: nicht ausgetragen

2021: EHC Biel

2022: Dynamo Pardubice

2023: Dynamo Pardubice

2024: EHC Kloten

2025: Dynamo Pardubice

2026: HC Kometa Brno

Dolomitencup 2026/Max Pattis

Bezirk: Überetsch/Unterland

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