Von: apa
Österreichs Rad-Ass Felix Gall hat am Dienstag seinen vierten zweiten Rang beim laufenden Giro d’Italia erreicht und ist damit nun auch gesamt Zweiter. Einmal mehr musste sich der Osttiroler nur dem Dänen Jonas Vingegaard geschlagen geben. Der Gesamtführende setzte sich im finalen Anstieg schon 6,5 km vor dem Ziel von Gall ab und erarbeitete sich auf der in der Schweiz gefahrenen 16. Etappe einen Vorsprung von 1:09 Minuten. Gesamt liegt Gall 4:03 Min. zurück.
Nach 113 Kilometern und rund 2.800 m Höhenmetern ab Bellinzona löste sich Gall bei Vingegaards Antritt kurz vor der Hälfte des finalen 12-km-Anstiegs vorerst ebenso von den weiteren Fahrern der Spitzengruppe, ohne aber mit dem Skandinavier mitzugehen. Der Decathlon-Profi ließ sich aber wieder zurückfallen, um sich in einer mehrköpfigen Verfolgergruppe wiederzufinden, aus der er wenige 100 m vor der Ziellinie den Schlusssprint lancierte und sich wichtige Bonus-Sekunden sicherte. Etappen-Dritter wurde der Australier Jai Hindley aus dem Team Bora.
Gall und sein Team hatten mit einem Antritt Vingegaards rund zwei Kilometer vor dem Ziel gerechnet, nicht so früh. “Aber die letzten Male hat es sehr gut funktioniert und natürlich wollte ich es heute wieder probieren. Aber das war für meine Verhältnisse etwas zu früh. Ich habe dann auf die Gruppe hinter mir gewartet”, erklärte Gall auf Eurosport. “Das war wieder eine Machtdemonstration (von Vingegaard, Anm.).” Er habe es sich dann an den Hinterrädern der anderen gut einteilen können. “Ich habe versucht, noch ein paar Sekunden rauszuholen.”
Arensmann gesamt 24 Sekunden hinter Gall Dritter
Gall hat nach der Fahrt ins Tessin nun eben mehr als vier Minuten Rückstand auf den bereits auf vier Berg-Etappen siegreich gebliebenen Visma-Star Vingegaard, der Niederländer Thymen Arensmann ist 4:27 Min. hinter dem Leader Dritter. Hindley folgt exakt fünf Minuten zurück als Vierter, der bisherige Zweite Alfonso Eulalio findet sich nun 5:40 Min. zurück auf Position fünf wieder. Für Gall gilt es nun primär, vor seinen Verfolgern zu bleiben: “Bisher läuft es wirklich extrem gut, aber wir sind jetzt in der dritten, der entscheidenden Woche.”
Es würden noch zwei schwere Etappen warten, meinte der 24-Jährige auf Freitag und Samstag vorausblickend. “Aber morgen und übermorgen wird auch kein Ruhetag werden. Es sind lange Tage mit hohen Temperaturen. Soweit läuft es sehr, sehr gut, aber es ist noch ein harter Kampf vor uns.” Am Mittwoch geht die 109. Italien-Rundfahrt zurück nach Italien, Etappen-Ende nach 202 km ist Andalo in der Provinz Trient. Gall-Helfer Gregor Mühlberger hielt sich als Etappen-14. gut, er liegt nun gesamt bereits auf Position 15. Die Rundfahrt läuft noch bis Sonntag.




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