Für den KAC ging die Saison enttäuschend zu Ende

KAC scheitert in ICE-Liga an Fehervar – Graz fix Meister

Mittwoch, 25. März 2026 | 22:34 Uhr

Von: apa

Die Graz99ers sind zum ersten Mal überhaupt Eishockey-Meister. Die Steirer profitierten vom Aus von Rekordmeister KAC in der Viertelfinal-Serie der ICE Hockey League gegen Fehervar und sind im Halbfinale das einzige verbliebene österreichische Team. Die Klagenfurter zogen am Mittwoch in Ungarn mit 0:3 den Kürzeren und verloren die “best of seven”-Serie somit vorzeitig mit 2:4. Damit behielt der Zehnte des Grunddurchganges gegen den Zweiten völlig überraschend die Oberhand.

Erstmals seitdem ausländische Teams in der Liga mitspielen, steht Österreichs Champion schon nach dem Viertelfinale fest. Während es die Titelpremiere für die 99ers ist, die die Nachfolge von Red Bull Salzburg antreten, kommt zum dritten Mal ein Club aus Graz zu Meisterehren. Zuvor war das nur dem ATSE in den Jahren 1975 und 1978 gelungen. Die Grazer bekommen es im ICE-Halbfinale nun mit Fehervar zu tun, in der zweiten Begegnung duellieren sich Pustertal und Ljubljana. Die “best of seven”-Serien starten am Sonntag.

KAC verspielte 2:1-Führung in Serie

Die Klagenfurter gaben eine 2:1-Serienführung noch aus der Hand. Nach einem 2:3 nach Verlängerung auf ungarischem Boden und einem 3:4 vor heimischem Publikum setzte es für die Kärntner am Mittwoch die dritte knappe Niederlage in Folge. “Fehervar hat es exzellent gemacht, und wir haben es über sechs Spiele nicht geschafft, eine Play-off-Leistung aufs Eis zu bringen. Alles in allem war es viel zu wenig”, sagte KAC-Spieler Clemens Unterweger im ORF-Interview.

Inwieweit die Sorgen um den Gesundheitszustand von Jordan Murray eine Rolle gespielt haben könnten, bleibt offen. Der 33-jährige Kanadier hatte im abgebrochenen ersten Duell nach einem Zusammenbruch im ersten Drittel reanimiert werden müssen. Aktuell befindet sich der Verteidiger auf dem Weg der Besserung. “Es war sehr dramatisch, sehr schwierig zu verkraften, vielleicht hat es eine Rolle gespielt, das als Ausrede zu nehmen ist aber zu einfach”, meinte Unterweger.

Erdely-Treffer leitete Niederlage ein

Die Klagenfurter wirkten nach den jüngsten Niederlagen zu Beginn verunsichert, die Ungarn waren angetrieben vom Heimpublikum besser in der Partie drinnen und hatten hinten auch einen starken Rasmus Reijola im Tor, der die größte Chance der Gäste in der 18. Minute zunichte machte. Im zweiten Abschnitt wurde es für die Klagenfurter noch bitterer. Der 29-jährige Ungar Csanad Erdely fälschte einen Weitschuss von Joel Messner in Überzahl noch entscheidend ab (28.).

Der KAC blieb in der Offensive vieles schuldig, hatte aber auch bei Stangenschüssen Pech. Dieses blieb den Gästen auch im Schlussabschnitt treu, da traf Nicholas Petersen das Aluminiumgehäuse (43.). Ausgerechnet als die Klagenfurter auf den Ausgleich drückten, machten die Hausherren alles klar. Der 33-jährige Ungar Janos Hari fixierte den Aufstieg. Zum Schluss erhöhte der US-Amerikaner Trevor Cheek (60.) noch. Dadurch ist erstmals ein Zehntplatzierter des Grunddurchganges im ICE-Halbfinale vertreten.

Kommentare

Aktuell sind 0 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen