Jon Rahm sitzt auf offene Preisgeld-Forderungen

LIV-Tour stellt Insolvenzantrag in USA

Mittwoch, 09. September 2026 | 04:12 Uhr

Von: importer

Weniger als fünf Jahre nach dem ersten Turnier und dem Riss durch die Golf-Welt hat die LIV-Tour in den USA einen Insolvenzantrag gestellt. Dadurch soll es eine Zukunft für die 2022 als Konkurrenz für die PGA-Tour ins Leben gerufene Serie geben. Der saudi-arabische Staatsfonds PIF hatte geschätzt fünf Milliarden Dollar in das Projekt investiert, vor etwa fünf Monaten aber seinen Rückzug als Hauptgeldgeber angekündigt. Mehrere Golf-Stars sind nun unter den Gläubigern.

Im Insolvenzantrag ist die Rede von 500 Millionen bis einer Milliarde US-Dollar Verbindlichkeiten bei einem Vermögen von 100 bis 500 Millionen Dollar. Der Spanier Jon Rahm hat 7,5 Mio. an Forderungen angemeldet, und auch Bryson DeChambeau (5,7 Mio.) oder Dustin Johnson (5,5 Mio.) sind unter den Gläubigern. Unklar ist, ob die damals unter großem Getöse abgewanderten Topstars nun auf die PGA-Tour zurückkehren. Die PGA öffnete die Tür in einer Erklärung zuletzt nicht.

Womöglich bleiben sie auch der LIV-Tour erhalten, die mit der Investmentfirma BC Partners Credit einen neuen Geldgeber gefunden haben will. “Unser Ziel ist es nicht nur, das Bestehende zu bewahren. Wir wollen es weiterentwickeln und verbessern”, sagte Scott O’Neill, Geschäftsführer der LIV-Serie. Der Insolvenzantrag war laut ihm ein erster Schritt dazu. “Dieser Prozess gibt uns die Struktur und die Zeit, eine wegweisende Transaktion zu verfolgen und das nächste Kapitel von LIV Golf einzuleiten.” 2027 soll der weltweite Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, auch wenn dies unter anderem von gerichtlichen Genehmigungen abhänge, hieß es in einer Mitteilung.

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