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Paula Moltzan hat die alpine Ski-Saison mit ihrem ersten Weltcupsieg eröffnet. Die US-Amerikanerin gewann am Samstag den Riesentorlauf in Sölden mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf die für Albanien fahrende Lara Colturi. Dritte wurde die Deutsche Emma Aicher (+0,52 Sek.). Die Halbzeitführende Mikaela Shiffrin fiel auf Rang sieben (+0,83) zurück. Als beste Österreicherin wurde Franziska Gritsch Neunte (+1,12). Vorjahressiegerin Julia Scheib stürzte im ersten Durchgang.
Shiffrin griff mit für sie selbst überraschender Bestzeit im ersten Durchgang nach ihrem 111. Weltcupsieg, musste sich aber schließlich mit Rang sieben begnügen. Der Sieg ging dennoch an das US-Team. Die 32-jährige Moltzan war davor schon zehnmal auf dem Stockerl gestanden, als Zweite auch im Vorjahr in Sölden, aber in 148 Rennen noch nie ganz oben. Diesmal hatte sie mit dem knappsten Vorsprung von einer Hundertstel auch das Glück auf ihrer Seite. “Das war wirklich mein Lebensziel, ich bin sehr glücklich. Im zweiten Lauf war nicht viel Sicht, ich habe gewusst, man muss das volle Vertrauen haben. Ich habe den Sommer so hart gearbeitet und jetzt funktioniert alles”, sagte Moltzan im ORF-Interview.
Debütsieg für Van Deer
Es war nicht nur der Premierensieg von Moltzan, sondern auch für Van Deer bei den Frauen. Die US-Amerikanerin verließ Rossignol und ist die erste Frau, die auf Skiern der Marke von Marcel Hirscher fährt. Der Markenwechsel sei risikobehaftet gewesen. “Aber er hat sich ganz klar gelohnt”, sagte Moltzan.
Colturi muss dagegen noch auf ihren ersten Erfolg im Weltcup warten. Die 19-Jährige war mit ihrem achten Podestplatz dennoch zufrieden. “Letzte Saison war der Riesentorlauf eine schwierige Disziplin für mich, ich bin wirklich sehr glücklich”, sagte die gebürtige Italienerin. Shiffrin, die vorerst Slaloms auslässt, um sich auf Riesentorlauf und Super-G fokussieren zu können, fiel mit der nur 27. Zeit im zweiten Durchgang zurück. “Ich habe auf gute Sicht gehofft, ist es aber nicht geworden, es war ein bisschen das Gegenteil. Ich habe solides Skifahren gezeigt, aber ich habe das Timing verloren”, erklärte sie. Und freute sich mit Moltzan: “Meine Teamkollegin hat ihr erstes Rennen gewonnen, wir haben was zu feiern.”
Gritsch auf dem richtigen Weg
Lokalmatadorin Gritsch schaffte es als einzige Österreicherin in den zweiten Durchgang und rettete vor 14.600 Zuschauern die rot-weiß-rote Ehre. Die 29-Jährige, die seit fast drei Jahren abseits des ÖSV als kleines Privatteam trainiert, verbesserte sich nach Rang 15 im ersten Lauf mit der siebentbesten Zeit im zweiten Durchgang. Gritsch schaffte zum sechsten Mal im Riesentorlauf einen Top-Ten-Platz, zuletzt war ihr das im März 2024 in Aare gelungen. “Es ist ein Zeichen, dass es in die richtige Richtung geht, dass ich über den Sommer brav gearbeitet habe. Ich möchte mich jetzt step bei step nach vorne arbeiten”, erklärte Gritsch, die sich “recht zufrieden mit dem Auftakt” zeigte.
Die Tirolerin konnte als einzige heimische Läuferin zufrieden bilanzieren. Stephanie Brunner (38.), Ricarda Haaser (40.), Victoria Olivier (49.), Elena Riederer (55.), Valentina Rings-Wanner (57.), Leonie Raich (60.) und Natalie Falch (61.) verpassten das Finale. “Die Athletinnen haben leider die Leistungen nicht so gebracht, wie wir es wollten. Sie möchten eh, aber es hat bei manchen überhaupt nicht funktioniert”, sagte Cheftrainer Johannes Zöchling. Brunner sei im Training gut drauf gewesen, habe aber im Rennen keinen Zug auf die Ski gebracht. “Vielleicht will sie einfach zu viel im Rennen.” Von den jungen Athletinnen habe man nicht erwarten können, dass sie vorne mitfahren. “Ich hatte das Gefühl, sie waren ein bisserl zögerlich und sind nicht aktiv draufgegangen.” Haaser habe es nach ihrer Verletzung probiert, man sei froh, dass sie so weit gewesen sei, mitfahren zu können.
Scheib gab nach Sturz Entwarnung
“Der Sturz von der Julia, so etwas kann passieren, sie wäre schnell gewesen”, meinte Zöchling. Österreichs Top-Riesentorläuferin war auf dem Weg zur Bestzeit, als sie im ersten Durchgang stürzte. Die Vorjahressiegerin flog nach Zwischenbestzeit im Steilhang von der Strecke ab, war nach kurzer Zeit aber selbstständig wieder auf den Beinen. Sie spüre das Knie, es dürfte sich aber nicht um eine gröbere Verletzung handeln, meinte die Steirerin. “Die ersten Checks waren einmal positiv”, sagte Scheib in den ersten Zielraum-Interviews. Die 28-Jährige, die in der Vorsaison den Riesentorlauf-Weltcup für sich entschieden hat, hat bereits zwei Kreuzbandrisse hinter sich.
Der Start des Rennens hatte sich wegen notwendiger Arbeiten an der Strecke wegen nächtlichen Schneefalls um eine halbe Stunde verzögert.




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