Von: apa
Gregor Mühlberger hat die Königsetappe der Tour of Austria auf den Großglockner für sich entschieden und steuert auf den Gesamtsieg der Radrundfahrt zu. Der im Trikot des Nationalteams fahrende Niederösterreicher siegte am Donnerstag nach 188,8 km und 2.914 Höhenmetern bei der Bergankunft auf der Franz-Josefs-Höhe mit über einer Minute Vorsprung auf die ersten Verfolger mit dem Gesamtzweiten Kevin Vermaerke (USA).
Mühlberger krönte sich damit zum zweiten Mal nach 2014 zum Glocknerkönig. Der 32-Jährige baute seine Führung auf Vermaerke auf 1:31 Minuten aus. Die dritte Etappe mit 189 km führt am Freitag von Lienz über den Felbertauern bereits zum 16. Mal ins Alpendorf oberhalb von St. Johann im Pongau. Die Tour of Austria endet am Sonntag nach fünf Etappen vor dem Burgtheater in Wien.
Mühlberger ging nach seinem Sieg am Vortag als Gejagter in die Königsetappe. Nach dem Start in Bad Kleinkirchheim blieben Attacken vorerst erfolglos, ehe sich eine neunköpfige Spitzengruppe mit den Österreichern Lukas Hatz und Maximilian Schmidbauer absetzen konnte. Der Vorsprung auf das Hauptfeld betrug 45 km vor dem Ziel fast fünf Minuten, schmolz danach bis nach Heiligenblut auf eine Minute zusammen.
Ineos verschärft Tempo, Mühlberger souverän
Vor den finalen 16 km verschärfte die Ineos-Equipe das Tempo gehörig, Mühlberger blieb auf sich alleine gestellt im Schlepptau. Die Bergwertung am Kasereck holte sich der Brite Paul Double vor dem Niederösterreicher, auch Carlos Rodriguez und Routinier Bauke Mollema waren noch ganz vorne dabei. In den finalen Kilometern präsentierte sich Mühlberger als stärkster Fahrer, attackierte und fuhr solo dem Etappensieg entgegen.
“Ich wusste, dass Ineos es schnell machen wird, es war irrsinnig schnell. Ich wusste nicht, wie lange ich mitgehen kann”, sagte Mühlberger im ORF. Rodriguez machte dann aber die Höhe zu schaffen. Auch die übrige Konkurrenz kämpfte. “Auf den letzten vier Kilometern habe ich probiert, meine Chance zu nutzen und bin Gott sei Dank alleine durchs Ziel gekommen”, meinte der Decathlon-Profi.
“Es war sicherlich ein guter Tag”
Vermaerke arbeitete sich im Finish wieder an die vorderen Ränge heran, der Amerikaner wurde Dritter hinter dem Briten James Shaw. Mühlbergers Vorsprung scheint komfortabel. “Es war sicherlich ein guter Tag. Aber die Rundfahrt ist vorbei, wenn wir in Wien über die Linie fahren. Jetzt freuen wir uns einmal über die zwei Etappensiege”, sagte Mühlberger.
Der Anstieg auf den Großglockner war heuer nach einem Jahr Pause wieder im Programm. Am 6. Juli 2024 war der junge Norweger Andre Drege (25) in der Abfahrt der Königsetappe nach Heiligenblut bei einem Sturz tödlich verunglückt.




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