Kühner überlegt Teilnahme an neuer Reitsport-Serie

Neue Springreitserie mit 100 Millionen Dollar Preisgeld

Mittwoch, 16. September 2026 | 10:24 Uhr

Von: importer

Die Springreiter können sich schon einmal die Hände reiben. Im kommenden Jahr startet eine weitere Reitsport-Serie, und die verspricht noch sehr viel mehr Geld als die seit 20 Jahren existierende Global Champions Tour. 300 Millionen US-Dollar (260 Mio. Euro) Preisgeld will der US-Milliardär Frank McCourt in den ersten drei Jahren bei seiner Premier Jumping League (PJL) ausschütten und mit einem neuen Konzept den Markt revolutionieren.

“Das höchste Preisgeld in der Geschichte dieser Disziplin”, wie es die neue Serie für die “neue Ära” des Reitsports verspricht, lockt fast alle. Rund 180 Reiter haben sich nach dpa-Informationen bereits bei der Premier League registrieren lassen. Interesse daran bekundet auch Österreichs Topreiter Max Kühner, der in Gesprächen mit der PJL ist. Das Preisgeld von 100 Millionen US-Dollar pro Saison ist mehr als doppelt so hoch wie bei der etablierten Konkurrenz, bei der es in dieser Saison bei rund 36 Millionen Euro liegt.

Das viele Geld stammt von Frank McCourt. Der US-Milliardär kommt aus der Immobilienbranche und hat im Sport für Schlagzeilen gesorgt, als er 2012 das Baseball-Team Los Angeles Dodgers für rund 2,2 Milliarden US-Dollar verkaufte. Das Pikante ist, dass McCourt neben Erfinder Jan Tops mehrere Jahre Teilhaber der Global Champions Tour war – und nun bastelt der Besitzer des Fußballclubs Olympique Marseille eine Konkurrenz.

Einnahmen durch Franchise-Verkauf

Das Konzept der neuen Serie, die im April kommenden Jahres in Las Vegas starten soll, wirkt auf den ersten Blick ähnlich wie das der etablierten Global Champions Tour. 16 Mannschaften sollen bei der Premier League bei 14 Turnieren antreten. Bei der Global Tour sind es derzeit 17 Teams und 17 Turniere, darunter von 24. bis 27. September wieder das Event im Schloss Schönbrunn in Wien.

Für McCourt sind das immense Preisgeld sowie weitere Millionen für die Organisation der Serie mit derzeit rund 45 Mitarbeitern ein Riesen-Investment. Einnahmen bekommt er vor allem über den Verkauf von Lizenzen für die Teams nach dem Vorbild amerikanischer Sport-Ligen. Zwei dieser Franchises für je 50 Millionen Dollar hat er dem Vernehmen nach bereits verkauft. Zwei weitere sollen in der Anfangsphase der Serie folgen. Die übrigen Mannschaften können zunächst über ein Leasing-Verfahren erworben werden.

McCourt trennte sich von Global Tour im Streit

Als “Rache” bezeichnen einige Reiter die neue Serie. Denn McCourts Ausstieg bei der Global Tour war mit Ärger verbunden. Der Verkauf seiner Anteile – zunächst an die später insolvente Tennor Group des deutschen Investors Lars Windhorst und dann an Tour-Gründer Jan Tops – erfolgte erst nach Streit über den Preis von 169 Millionen Euro und juristischen Auseinandersetzungen.

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