Von: apa
Österreichs Eishockey-Team hat bei der Weltmeisterschaft in der Schweiz seinen Erfolgslauf fortgesetzt und ist erstmals mit drei Siegen in ein WM-Turnier gestartet. Die ÖEHV-Auswahl besiegte am Dienstag Lettland mit 3:1 (0:0,1:0,2:1) und ist damit voll im Rennen um das Viertelfinale. WM-Debütant Tim Harnisch (28.), Benjamin Nissner (45./PP) und Vinzenz Rohrer (60./EN) sorgten für eine Fortsetzung der rot-weiß-roten Festspiele in Zürich.
Bereits am Mittwoch (16.20 Uhr/live ORF 1) geht es gegen Gastgeber und Vize-Weltmeister Schweiz weiter, ehe auf die Österreicher zwei spielfreie Tage warten. Danach steigt am Samstag das Derby gegen die bisher so enttäuschenden Deutschen, ein weiterer Erfolg würde wohl so wie im Vorjahr sensationell den Einzug ins Viertelfinale bringen.
Roger Bader setzte im ersten Schlüsselspiel um den Viertelfinaleinzug vor 8.677 Zuschauern auf dasselbe Team, das am Sonntag Ungarn bezwungen hatte. Die Österreicher gestalteten das Duell mit den favorisierten Letten ausgeglichen und hatten durch Paul Huber die erste große Chance, der Graz-Stürmer traf aber nur die Stange (8.). Auch ein Schuss der Balten sprang vom Tor-Rahmen zurück (15.).
Harnisch und Nissner bezwangen Gudlevskis
Atte Tolvanen blieb in der 26. Minute Sieger gegen den alleine auf ihn zustürmenden Renars Krastenbergs, sein Gegenüber sah zwei Minuten später nicht gut aus. Ein Schuss von Harnisch ging durch die Beine von Kristers Gudlevskis und kullerte zur österreichischen Führung über die Linie. Der auffällige Rohrer und Simeon Schwinger (jeweils 34.) vergaben Chancen auf das 2:0.
Die Österreicher, die im Vorjahr Lettland 6:1 bezwungen und damit sensationell das Viertelfinale erreicht hatten, fighteten, blockten eine Vielzahl von Schüssen. Nach 25 Sekunden des Schlussdrittels musste sich Tolvanen aber geschlagen geben, der ehemalige NHL-Stürmer Rudolfs Balcers erzielte seinen vierten Turniertreffer. Im Powerplay schlug die Bader-Truppe aber nochmals zu, Nissner traf nach schöner Einzelleistung. Mit enormem Kampfgeist brachten die Österreicher den knappen Vorsprung über die Zeit, in der vorletzten Sekunde traf Rohrer noch ins leere Tor.
Schweiz wartet
Am Mittwoch geht es nun in einem für viele ganz speziellen Match gegen die Schweiz. Teamchef Bader trifft in seiner Heimatstadt auf die Auswahl seines Heimatlands, Vinzenz Rohrer hat in Zürich seine größten Erfolge gefeiert, Bernd Wolf und Dominic Zwerger spielen seit Jahren in der starken Liga der Eidgenossen. “Gegen sie bei ihrer Heim-WM zu spielen, ist umso spezieller. Sie haben eine Top-Mannschaft, sind definitiv Top-Favorit auf den WM-Titel. Wir wollen zeigen, dass wir dagegenhalten können”, erklärte Zwerger.
Es wird eine schwierige Aufgabe. Die Schweizer haben ihre drei Spiele gewonnen und am Montag Deutschland mit 6:1 deklassiert. Also keine Anzeichen, dass sich der Wirbel im unmittelbaren Vorfeld des Turniers auf die Mannschaft niedergeschlagen hätte. Der langjährige Erfolgscoach Patrick Fischer war einen Monat vor der WM freigestellt worden, weil er für die Reise zu den Olympischen Spielen in China 2022 ein gefälschtes Covid-Zertifikat gekauft und benutzt hatte. Sein bisheriger Assistent Jan Cadieux wurde zum Teamchef befördert und hat das Team zu einem erfolgreichen WM-Start geführt.




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