Von: importer
Für Österreichs 400-m-Hürdenläuferinnen Lena Pressler und Anja Dlauhy ist am Dienstagvormittag bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Birmingham im Halbfinale Endstation gewesen. Für Pressler endete das Halbfinale schmerzhaft, auf dem Weg zu einem möglichen neuen österreichischen Rekord blieb sie an der achten Hürde hängen, stürzte und zog sich zahlreiche Abschürfungen am ganzen Körper zu. Dlauhy landete mit 55,22 Sek. auf dem 14. Endrang.
Pressler und Dlauhy hatten ihren Vorlauf vom Vortag gut weggesteckt, im Semifinale waren dann auch die zwölf Vorqualifizierten mit dabei. Aber beide ÖLV-Läuferinnen machten Fehler. “Die Enttäuschung ist groß. Es wäre sich eine neue Bestleistung ausgegangen, das ist so ärgerlich. Aber das kann man nicht ändern”, meinte Pressler, deren Bestleistung bei 54,55 Sek. liegt.
“Bei der siebenten Hürde habe ich noch einmal richtig Energie und Schwung bekommen, und dann bin ich mit dem Nachzugsbein hängengeblieben.” Sie stand auf und lief das Rennen zu Ende. “Ich bin gut in Form, vielleicht habe ich noch eine Chance, dass ich noch Bestleistung laufen kann. Noch ist nichts geplant.”
Bei ÖLV-Rekordlerin Dlauhy schaltete sich der Kopf ein
Bei Dlauhy, mit 54,52 Sek. österreichische Rekordhalterin, schaltete sich zu einem ungünstigen Zeitpunkt der Kopf zu stark ein. “Ich bin einfach volle Attacke losgelaufen. Die ersten paar Hürden haben sich wirklich gut angefühlt und ich war überrascht, wie ich mit denen auf den Bahnen neben mir noch mithalten konnte. Ich glaube, ich habe ab Hürde vier zu viel zum Nachdenken angefangen, das hätte ich nicht dürfen”, erklärte die 23-Jährige. Es sei ein sauberer Lauf gewesen, den Gegenwind auf der Zielgeraden spürte sie deutlich. “Platz 14 bei meiner ersten Europameisterschaft ist aber richtig cool.”
100-m-Sprinter Markus Fuchs schied in den Vorläufen der Nicht-Vorqualifizierten als 23. unter 24 angetretenen Teilnehmern mit 10,76 Sek. aus, Diskuswerfer Will Dibo als 15. und Letzter der ersten Qualifikationsgruppe mit 55,31 m. Lukas Weißhaidinger war in der zweiten im Einsatz.




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