Rapid will im Rückspiel wieder jubeln

Rapid mit 2:2 im CoL-Play-off-Hinspiel bei Hearts

Donnerstag, 20. August 2026 | 22:47 Uhr

Von: importer

Rapid hat in einem abwechslungsreichen Play-off-Hinspiel beim schottischen Vizemeister Heart of Midlothian eine gute Ausgangsposition auf dem Weg in die Conference-League-Ligaphase verpasst. Der Tabellenführer der Fußball-Bundesliga kam am Donnerstag in Edinburgh trotz 1:0-Pausenführung nicht über ein 2:2 hinaus. Damit ist vor dem Rückspiel am kommenden Mittwoch (18.45 Uhr) in Wien alles offen. Für die Truppe von Johannes Hoff Thorup endete eine Siegesserie nach acht Spielen.

Serge-Philippe Raux-Yao hatte die Hütteldorfer mit einem Kopfball verdient in Führung gebracht (30.). In der zweiten Hälfte sorgte der Rapid-Innenverteidiger mit einem Eigentor für den Ausgleich (56.), kurz darauf drehte “Joker” James Wilson mit einem sehenswerten Distanzschuss die Begegnung (62.). Der eingewechselte Nikolaus Wurmbrand (79.) verbesserte noch die grün-weiße Ausgangslage vor dem Retourmatch in der Heimat.

Rapid startete mit Großchancen

Hoff Thorup setzte in der schottischen Hauptstadt auf die gleiche Startelf, die sich am Sonntag bei der 8:0-Gala gegen den GAK in einen Rausch gespielt hatte. In der Anfangsphase störte Hearts die Grün-Weißen im gut besuchten Tynecastle Park früh im Spielaufbau. Zweimal befreite sich Rapid aus dem Pressing und kam zu glänzenden Möglichkeiten, zweimal hielt Hearts-Goalie Beau Reus die Gastgeber im Spiel. Erst scheiterte Rapid-Kapitän Matthias Seidl mit einem zu zentralen Abschluss aus aussichtsreicher Position (9.), dann entschärfte Reus einen Volley von Bendeguz Bolla aus kurzer Distanz (13.).

Rapid übernahm die Kontrolle und ging nach einer halben Stunde verdient in Führung. Eine Seidl-Maßflanke nach einem kurz abgespielten Eckball landete genau bei Raux-Yao, der unhaltbar unter die Latte einköpfelte. Ein minutenlanger VAR-Check wegen einer möglichen Abseitsposition resultierte in einem grün-weißen Happy End.

Hearts zeigte Herz

Die Schotten, die in der Champions-League-Quali gegen Vizemeister Sturm zwei klare Niederlagen (0:2, 0:4) kassiert hatten, kamen mit deutlich mehr Schwung aus der Halbzeitpause. Indiz dafür waren gefährliche Schüsse von Claudio Braga (46.) und Joshua McPake (47.). Kurz darauf holte Hearts-Stürmer Pierre Kabore Petter Nosa Dahl ungestüm von den Beinen, Schiedsrichter Manfredas Lukjancukas aus Litauen entschied sich gegen einen Platzverweis.

Hearts blieb aktiv und zeigte Herz. Einen McPake-Stanglpass lenkte Raux-Yao unglücklich ins eigene Tor ab. Wenig später zog der kurz zuvor eingewechselte Wilson aus etwa 30 Metern ab und traf sehenswert unter die Latte – Rapid-Schlussmann Niklas Hedl stand etwas zu weit vor seinem Tor. Aber auch die Grün-Weißen zeigten Moral und kamen zurück, dank zweier Joker: Nicolas Bajlicz bediente Wurmbrand, dessen Schuss aus spitzem Winkel den Weg ins Hearts-Tor fand.

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