Niederreiter und Josi war am Sonntag die Enttäuschung anzusehen

Schweiz ist nach WM-Finalniederlage bitter enttäuscht

Montag, 01. Juni 2026 | 14:53 Uhr

Von: APA/dpa/sda/Reuters

Das verflixte Finale. Die Schweiz hat auch im fünften Endspiel den WM-Titel nicht fixieren können und unterlag Finnland mit 0:1. Die Enttäuschung ist groß, glänzten die Eidgenossen doch – wie schon so oft – in der Vorrunde und waren auch in der K.o.-Runde nicht zu stoppen. So richtig wissen sie nicht, warum der “goldenen Generation” die WM-Krone bisher verwehrt bleibt. Am Sonntag soll es der Druck gewesen sein. “Die Nervosität hat uns etwas gehemmt”, sagte Coach Jan Cadieux.

In den vergangenen drei Jahren war die “Nati” Dauergast bei WM-Finalspielen. 2024 scheiterte man an Tschechien, 2025 an den USA und am Sonntag an Finnland. Alle drei Spiele verlor die Schweiz zu null. “Die Enttäuschung ist riesig. Ich kann mir nicht erklären, wieso es nicht klappen will. Es ist eine rechte Leere jetzt”, sagte Roman Josi, der zum MVP der WM gekürt wurde.

Der Schweiz läuft die Zeit davon, dessen ist sie sich bewusst. Ihre “goldene Generation” altert, und entsprechender Nachwuchs ist nicht in Sicht. CH Media schrieb: “Wenn es mit dieser Mannschaft nicht gelingt, den ersten WM-Titel zu holen – dann wohl auf Jahre hinaus nicht mehr.” Nino Niederreiter stand bei allen fünf Finalspielen am Eis. “Die Mission Gold lebt weiter, man gibt nicht auf, bis man sie hat. Aber die Jahre sind auch gezählt, vor allem für mich”, sagte der 33-Jährige von den Winnipeg Jets.

Positives WM-Resümee

“Auch wenn es sehr weh tut, können sie erhobenen Hauptes heimkehren”, sagte Trainer Cadieux. Trotz der verpassten Chance resümierten auch die Schweizer Medien durchaus positiv. Die Zeitung Blick lobte die Performance der Mannschaft und bilanzierte die gesamte WM: “Das war mehr als Sport. Das war ein Ereignis für die Geschichtsbücher.” Die Tamedia-Zeitungen nannten die Heim-WM ein “Frühlingsmärchen”. Spieler wie Stürmer Timo Meier geben sich bereits kämpferisch. Die nächste Chance auf den Titel für die Schweizer gibt es nächstes Jahr ausgerechnet bei ihrem Erzrivalen Deutschland, dem sie aktuell enteilt sind. “Wir werden wieder aufstehen”, kündigte Meier von den New Jersey Devils an und ergänzte, “aber momentan ist das alles nur ein scheiß Gefühl”.

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