Von: apa
Die drei Weltcuprennen der Frauen in Crans-Montana werden einen Monat nach der verheerenden Brandkatastrophe im Schweizer Skiort planmäßig durchgeführt. Wie die Organisatoren am Freitag weiters bekanntgaben, seien die Side-Events im Ortszentrum aber abgesagt worden. Und das Rahmenprogramm rund um das Zielstadion werde in dezenter Form mit Momenten und Gesten des Schweigens und Gedenkens abgehalten.
In der Silvesternacht hatte es in Crans-Montana bei einem Brand in einer Bar 40 Tote und mehr als 100 teils Schwerverletzte gegeben. Nach intensiven Beratungen des Organisationskomitees, von Swiss-Ski und der FIS sei entschieden worden, dass das Event vom 30. Jänner bis 1. Februar stattfinden soll, hieß es in einer Mitteilung. Der Weltcup solle sich aber auf die drei Speedrennen sowie die Publikumsbereiche am Pistenrand und rund um das Zielstadion beschränken. Die begleitenden Events im Zentrum des Ortes fallen aus, das Rahmenprogramm rund um das Zielstadion wurde angepasst.
Weltcup soll Stimmung in Zeiten der Trauer aufhellen
“Seit der Silvesternacht sind wir alle in Betroffenheit und Trauer vereint; wir werden uns ein Leben lang an diese Tragödie erinnern. Swiss-Ski und die FIS teilen unsere Überzeugung, dass der Sport sogar unter diesen Umständen viele positive Emotionen und Gedanken auslösen kann. Das bestärkt uns im Entscheid, die Rennen durchzuführen”, sagte Weltcupveranstaltungschef Didier Defago. “Das Organisationskomitee in Crans-Montana ist mit viel Fingerspitzengefühl an der Arbeit. Die FIS als Weltverband ist überzeugt, dass wir einen würdevollen Sportanlass unter besonderen, aber angemessenen Umständen erleben werden”, sagt der Schweizer FIS-CEO Urs Lehmann.
Swiss Ski sieht die Durchführung der Rennen auch als Gelegenheit zur Bewältigung des Unglücks. “Für die Gemeinschaft von Crans-Montana, für die Gemeinschaft des Schneesports und für viele andere Menschen sind der Sport und diese Weltcup-Rennen Quellen der Zuversicht und der Hoffnung in Zeiten der emotionalen Bewältigung dieser Tragödie”, sagt Diego Züger, der Co-CEO Commercial des Schweizer Verbandes, und ergänzte: “Wir haben die Organisation dieser Weltcup-Rennen mit einem klaren Fokus auf den sportlichen Teil von Anfang an vollumfänglich unterstützt.”




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