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Die Osttirolerin Lilli Tagger steht zum dritten Mal im Halbfinale eines WTA-250-Tennisturniers. Die 18-Jährige besiegte am Freitag im Viertelfinale von Guangzhou in China Lokalmatadorin Shi Han 6:4,3:6,7:5. Tagger spielt am Samstag (2. Match nach 9.30 Uhr MEZ) gegen die Spanierin Kaitlin Quevedo um ihr drittes Finale ab dieser Turnierstufe. Exakt ein Jahr nach ihrem WTA-Hauptfelddebüt, bei dem ihr der Finaleinzug in Jiujiang gelang, winkt damit erneut ein Endspiel in China.
Das erste Duell Taggers mit Shi war eines mit vielen Höhen und Tiefen auf beiden Seiten. Österreichs Nummer zwei musste fünfmal ihr Service abgeben, durchbrach aber sechs Aufschlagspiele ihrer Gegnerin. Die startete mit einem 2:0 ins Match. Tagger glich postwendend aus und schaffte den entscheidenden Gamegewinn zum 4:3. Mit diesem Break im Rücken servierte sie aus. In Durchgang zwei ließ Tagger einem Break ein Aufschlagspiel zu Null folgen, verlor danach aber etwas den Faden. Shi breakte zum 5:3, Tagger machte in den letzten zwei Games des Satzes gesamt nur einen Punkt.
Im Entscheidungssatz 2:4-Rückstand gedreht
Im Entscheidungssatz ließ die als Nummer vier gesetzte Tagger eine Chance auf eine 2:0-Führung liegen, prompt konterte die 21-jährige Shi und erarbeitete sich eine 4:2-Führung. Die Favoritin riss das Ruder jedoch noch einmal entscheidend herum. Bei 5:4 vergab sie einen Matchball, bei 6:5 bewies Tagger aber entscheidendes Stehvermögen. Der Asiatin fehlte nämlich dreimal nur ein Punkt auf das Tiebreak, Tagger aber nutzte mit ihrem gesamt zweiten Matchball ihre erste Chance auf das 7:5.
Auch mit der 20-jährigen, auf Weltranglistenplatz 86 rangierenden und ungesetzten Quevedo hat Tagger noch keinen Vergleich. Die ÖTV-Spielerin ist die einzige noch im Turnier verbliebene Gesetzte. Im anderen Halbfinale treffen die 16-jährige chinesische Wildcard-Spielerin Sun Xinran und die britische Qualifikantin Harriet Dart aufeinander. Tagger muss übrigens ins Endspiel einziehen, um in der Weltrangliste von Platz 53 aus nicht zurückzufallen. Toppt sie aber ihr Vorjahresfinale mit ihrem zweiten WTA-Turniersieg, würde sie sich im Ranking um rund zehn Positionen verbessern.




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