Alcaraz jubelt nach Fünfsatz-Sieg

Titelverteidiger Alcaraz zittert sich in Wimbledon weiter

Freitag, 05. Juli 2024 | 22:23 Uhr

Von: APA/dpa/Reuters

Titelverteidiger Carlos Alcaraz hat am Freitag in der dritten Runde der All England Tennis-Championships in Wimbledon eine herbe Enttäuschung noch abgewendet. Der spanische Tennisstar rang beim Rasenturnier in London den US-Amerikaner Frances Tiafoe in fünf Sätzen und nach 3:50 Stunden mit 5:7,6:2,4:6,7:6(2),6:2 nieder und vermied damit das vorzeitige Aus. Souverän weiter kam hingegen der topgesetzte Südtiroler Jannik Sinner in drei Sets gegen Miomir Kecmanovic (SRB).

Zuvor hatte auf dem Centre Court Alcaraz bei geschlossenem Hallendach phasenweise eine enttäuschende Vorstellung gezeigt. Zweimal musste er einen Satzrückstand wettmachen. Nach 3:50 Stunden setzte sich der 21-Jährige dennoch durch und steht damit im Achtelfinale. In diesem trifft er auf Ugo Humbert (FRA-16) oder Brandon Nakashima (USA). Dieses Spiel musste wie auch andere wegen Regens für längere Zeit unterbrochen werden.

Für Alcaraz bleibt sein zweiter Triumph in Wimbledon weiter möglich. Vor einem Jahr hatte er mit dem Finalerfolg über den serbischen Rekord-Grand-Slam-Sieger Novak Djokovic imponiert.

Als letztes Match des fünften Spieltages, an dem einige Partien wegen Regens bis zum Samstag unterbrochen bzw. gar nicht erst begonnen werden konnten, war die Nummer eins ungefährdet. Sinner besiegte Kecmanovic nach 96 Minuten mit 6:1,6:4,6:1. Seinen Achtelfinalgegner erfährt der Südtiroler erst am Samstag, wenn Denis Shapovalov (CAN) und Ben Shelton (USA-14) ihr Match beim Stand von 3:2 im ersten Satz fortsetzen. Ein kleiner Vorteil für Sinner.

Bereits zuvor hatten sich der als Nummer 10 gesetzte Bulgare Grigor Dimitrow mit einem Dreisatz-Sieg über Frankreichs Altstar Gael Monfils und die Nummer 12, Tommy Paul (USA), ebenfalls ohne Satzverlust über Alexander Bublik aus Kasachstan ins Achtelfinale gespielt.

Bei den Frauen hatte die als Nummer zwei gesetzten US-Open-Siegerin Coco Gauff wenig Mühe. Sie besiegte die britische Wildcard-Spielerin Sonay Kartal mit 6:4,6:0. Doch zur Freude der Briten ist ein Publikumsliebling nach einem langen Tief auf dem Weg zurück: Ex-US-Open-Siegerin Emma Raducanu hat zum zweiten Mal nach 2021 das Achtelfinale erreicht. Die 21-Jährige nahm die als Nummer 9 gesetzte Griechin Maria Sakkari klar mit 6:2,6:3 aus dem Turnier.

Und plötzlich hat sie eine Topchance auf das Viertelfinale, trifft sie doch auf Überraschungsfrau Lulu Sun, die nun für Neuseeland spielt. Sun hatte noch bei den Australian Open für die Schweiz gespielt. Die auf einer neuseeländischen Insel geborene Tochter einer Chinesin und eines Kroaten bezwang Zhu Lin (CHN) zwei Mal im Tiebreak. Sie ist damit erste Neuseeländerin überhaupt im Achtelfinale des Rasen-Mekkas.

Die French-Open-Überraschungsfinalistin Jasmine Paolini aus Italien zeigte, dass sie auch auf Rasen gut in Schuss ist. Sie steht nach einem 7:6(4),6:1 über Ex-US-Open-Championesse Bianca Andreescu (CAN) im Achtelfinale. Die Runde der letzten 16 war Paolini auch schon in Melbourne gelungen. Dass eine Italienerin in den ersten drei Major-Turnieren jeweils zumindest das Achtelfinale erreicht hat, ist ein Novum in der Geschichte des Landes.

Und aus österreichischer Sicht gab es doch noch einmal Grund zur Freude: Der im Einzel in fünf Sets in der ersten Runde ausgeschiedene Sebastian Ofner besiegte im Doppel an der Seite von Sam Weissborn Alejandro Tabilo und dessen Partner Diego Hidalgo (beide COL) mit 7:5,6:4. Nächste Gegner sind bereits am Samstag Sebastian Baez/Dustin Brown (ARG/JAM).

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