Von: mk
Bozen – Am ersten Fastensonntag, 22. Februar, haben 17 Jugendliche und Erwachsene im Dom in Bozen in der sogenannten „Feier der Zulassung“ ihre Bitte um die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie vor Bischof Ivo Muser ausgesprochen. So viele erwachsene Taufbewerberinnen und Taufbewerber wie heuer gab es in der Diözese Bozen-Brixen in den vergangenen Jahren noch nie.
Bischof Ivo Muser zeigte sich über den Schritt der 17 Taufbewerberinnen und -bewerber erfreut und würdigte die bewusste Entscheidung der Anwesenden. Die „Zulassung“ ist dabei nicht als Erlaubnis zu verstehen, sondern als Bestätigung des Weges, den die Katechumenen gewählt haben.
Die Feier der Zulassung erfolgt in zwei Schritten: Am Vormittag werden die Taufbewerberinnen und Taufbewerber in ihren jeweiligen Pfarrgemeinden vorgestellt, wo sie um die Taufe bitten. Da die Taufe die Aufnahme in die kirchliche Gemeinschaft bedeutet, werden sie anschließend im Dom vom Bischof als Vertreter der Diözese begrüßt. Mit dieser Feier wird der letzte Abschnitt der Vorbereitung bekräftigt.
Erwachsene empfangen im Unterschied zur Kindertaufe in einer gemeinsamen Feier die drei Sakramente der Taufe, der Firmung und der Eucharistie. Der Bischof verwies in seiner Predigt auf die wachsende Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich. Papst Franziskus habe sich beim Ad-Limina-Besuch der italienischen Bischöfe darüber erfreut gezeigt, zugleich aber die Sorge geäußert, dass Neugetaufte nach der Taufe nicht immer eine lebendige Pfarrgemeinde finden, in der sie ihren Glauben weiterleben können. Umso mehr wünschte der Bischof den Katechumenen, dass sie eine Pfarrgemeinde vorfinden, welche sie begleitet und in welche sie hineinwachsen können. „Die Unterstützung durch die Gemeinschaft vor Ort ist entscheidend. Die Jugendlichen und Erwachsenen brauchen Begleitung – vor und nach der Taufe“, betonten dann auch Chiara Rinaldi, Leiterin des diözesanen Amtes für Schule und Katechese, und Sonia Salamon, Referentin im selben Amt. Die Taufe sei eine bewusste Lebensentscheidung und Beginn eines neuen Weges. „Die Taufe ist viel mehr als der Eintritt in einen Verein; mit der Taufe beginnt ein Lebensweg, auf dem der Einzelne immer mehr in die Gemeinschaft Gottes hineinwächst. Die Taufe ist eine Lebensentscheidung, die das eigene Leben verändert“, sind Rinaldi und Salamon überzeugt.
In der Feier im Dom wurden die Katechumenen durch Handauflegung, Salbung mit Katechumenenöl und Gebet gestärkt. Diese Zeichen unterstreichen die geistliche Bedeutung des bevorstehenden Sakramentenempfangs.
In der Diözese Bozen-Brixen wird die Tradition der Feier der Zulassung für erwachsene Taufbewerberinnen und Taufbewerber seit 2012 wieder regelmäßig am ersten Fastensonntag begangen.




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