Schützenkompanie Montan

Blühendes Montan – Wettbewerb „Brennende Liab“

Mittwoch, 01. April 2026 | 11:32 Uhr

Von: luk

Montan – Die Schützenkompanie Montan regt in den kommenden Monaten eine besondere Initiative für das Dorf an: Die Montaner sind eingeladen, ihre Balkone, Söller und Fenster wieder verstärkt mit Geranien – den in Tirol so beliebten „Brennenden Liab’m“ – zu schmücken. Unterstützt wird die Initiative vom Bildungsausschuss Montan, den Ortsbäuerinnen, sowie von Montan Marketing und Tourismus, die das Projekt von Beginn an mit großem Einsatz begleiten. Alle vier Organisationen stehen bei der Umsetzung der Aktion mit Rat und Tat zur Seite. Ziel der Aktion ist es, das Ortsbild im Sommer noch farbenfroher und einladender zu gestalten und gleichzeitig eine Pflanze in den Mittelpunkt zu stellen, die tief in der Kulturgeschichte Tirols verwurzelt ist.

Die Geranie, im Volksmund „Brennende Liab’“ genannt, ist weit mehr als nur eine dekorative Balkonpflanze. Sie zählt zu den prägendsten Symbolen der Südtiroler und Tiroler Hauskultur. Gerade in den bewegten Jahren der Option erhielt sie eine zusätzliche, emotionale Bedeutung: Für viele Menschen wurde die Blume zum stillen Ausdruck der eigenen Haltung in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher Spannungen. In manchen Stuben und Dachböden finden sich bis heute kleine, eingerahmte Gedichttafeln, in denen die „Brennende Liab’“ von „Dableibern“ oder „Auswanderern“ als Sinnbild ihrer jeweiligen Entscheidung besungen wurde.

Neben ihrer kulturellen Symbolkraft erfüllt die Geranie auch ganz praktische Zwecke. Ihr charakteristischer Duft kann bestimmte Insekten fernhalten und macht sie damit zu einer ebenso schönen wie nützlichen Pflanze an Haus und Hof.

Im Laufe des Sommers, Herbstes werden dann die schönsten bepflanzten Balkone, Söller und Fenster ausgewählt. Für die Bewertung der Blumenarrangements konnte eine hochkarätige Jury gewonnen werden:

Marta Canestrini, Gartengestalterin, Buchautorin und Filmemacherin, gilt als eine der bedeutendsten Persönlichkeiten der Südtiroler Gartenkultur und wird häufig als „Grande Dame“ der heimischen Gartenlandschaft bezeichnet. Lea Zelger, welche an der Fachschule Laimburg Bodenkunde, Floristik, Gartenbau, Gartenbaupraxis lehrt und Südtiroler und Europäische Berufswettbewerbe für junge Gärtnerinnen und Gärtner coacht. Sowie Katharina Mittermair Gruber, aus Aldein, engagiert im dortigen Museumverein sowie im Vorstand des Bäuerlichen Notstandsfonds.

Die gelungensten Blumenarrangements werden dann im Herbst, im Rahmen einer kleinen Feier prämiert. Als Anerkennung erhalten die Gewinnerinnen und Gewinner Gutscheine von Gärtnereien beziehungsweise einschlägigen Fachgeschäften.

 

Bezirk: Überetsch/Unterland

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