AVS zeigt mit Filmclub Brixen, Mountainspirit und Stiftung Südtiroler Sparkasse den Film

Der Ortler – Südtirols König der Berge

Mittwoch, 19. Juli 2017 | 19:44 Uhr

 

Brixen – Mit seinen 3.905 Metern ist der Ortler der höchste Berg Südtirols. „Gleichzeitig ist er regelrecht ein Südtirolkonzentrat; der Berg und seine Umgebung spiegeln die gesamte Kulturlandschaft und Geschichte Südtirols wider“, so Regisseur Jochen Hemmleb.

Die Dokumentation begleitet vier Topalpinisten bei ihren waghalsigen Ortler-Abenteuern,widmet sich aber auch den Bewohnern der Region und ihrer Geschichte. Vom dunklen Kapitel des Hochgebirgskriegs 1917 bis 1918 bis hin zu den Pionierleistungen des österreichischen Gelehrten Julius Payer, der vor 150 Jahren das Ortler-Massiv erstmals umfangreich vermessen und kartiert hat.

Jochen Hemmleb

Für Jochen Hemmleb war die Produktion der Dokumentation über den Ortler ein Herzensprojekt: „Diese Vielfältigkeit des Berges, die hat mich schon bald in den Bann gezogen. Den Berg von so unterschiedlichen Seiten kennenzulernen und zu präsentieren, war eine sehr schöne Aufgabe.“

Nach dem Film spricht Thomas Hainz mit Regisseur Jochen Hemmleb über die Faszination des höchsten Bergs Südtirols.

Jochen Hemmleb

Wann und Wo:

Montag, 24. Juli, 21.30 Uhr, Brixen, „Tschumpus“ (ehem. Bezirksgefängnis)

Regisseur Jochen Hemmleb über den Film „Der Ortler – Südtirols König der Berge“:

„Beim Ortler gab es zwei Zugänge. Bei Servus-TV stehen immer auch sportliche Aktionen im Fokus. Wir suchen Akteure, die bereit und fähig sind diese Aktionen auch zu machen. Das waren bei der Nordwand Christoph Hainz und Axel Naglich, die dazu noch die Fähigkeit und das Können hatten, anschließend die Minigarode-Rinne mit den Skiern abzufahren. Armin und Guido Senoner mit ihren Speedride-Aktionen, was natürlich ganz trendig und modern ist, und die mit der Erstbefahrung bzw. -Befliegung der Nordwand ihre eigene Geschichte geschrieben haben. Anders herum dann auch Leute, die Geschichte erzählen können. Da war natürlich der Griff schnell zu Olaf Reinstadler, der als Bergführer den Ortler kennt wie kaum ein anderer und auch viele Funde gemacht hat von den Kriegsstellungen im Ersten Weltkrieg und da auch viel darüber erzählen konnte. Die Melanie Platzer als Geschichtslehrerin und Mitglied im Ortler-Sammler-Verein, die da noch das historische Wissen mit hineingebracht hat und auch den persönlichen Bezug hatte, weil ihr Urgroßvater in der Baracke auf der Königsspitze im Ersten Weltkrieg gedient hat und dort bei einem Patrouillengang ums Leben kam, als ein Blitz in die Telegrafenleitung einschlug. Gustav Thöni als lebende Legende – Wir hatten also eine ganze Bandbreite an interessanten Charakteren, und das hat das Projekt sehr lebendig gemacht.“

Jochen Hemmleb

Von: ka

Bezirk: Eisacktal

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