Spiele zum Internationalen Jahr der Hirten

Gewinner des Spielewettbewerbs von campus transhumanza stehen fest

Freitag, 23. Oktober 2026 | 18:07 Uhr

Von: Redaktion Südtirol News

Schnals – Anlässlich des Welttages des immateriellen Kulturerbes am 17. Oktober gab campus transumanza die Gewinner des Spielewettbewerbs zum Jahr der Hirten bekannt: Gewonnen haben eine Schule aus der Slowakei und ein Spieledesigner aus Torrebelvicino (Vicenza).

Am 17. Oktober findet seit nunmehr vier Jahren weltweit der Internationale Tag des Immateriellen Kulturerbes statt. „Damit möchten die Vereinten Nationen das immaterielle Kulturerbe würdigen und das Bewusstsein für menschliches Wissen und Können stärken“, erklärt Johanna Niederkofler, Direktorin des Trägervereins von campus transhumanza, der sich zusammen mit fünf Partnern und dem Land Südtirol an der Gestaltung einer Veranstaltungsreihe anlässlich des Welttags beteiligt hat. „Der Welttag bot uns die passende Gelegenheit, die Gewinner unseres Spiele-Autoren-Wettbewerbs bekannt zu geben“, ergänzt Magdalena Alber, die zusammen mit Stefan Tappeiner die Kulturvermittlungsangebote am campus transumanza koordiniert.

„Den Spielewettbewerb gewonnen haben das Kreativ- und Kommunikationsspiel „Cheese Nation“ der Oberschule Obchodná akadémia von Senica (SK) in der Kategorie Junior und das Strategiespiel „Shepherds Memories“ des italienischen Spieledesigners Matteo Salvato in der Kategorie Analog. In der Kategorie Digital gab es keine Einreichungen“, so Magdalena Alber, die für campus transumanza auch Mitglied der Jury des Wettbewerbs war. Dieser gehörte auch ihr Kollege und Hirte Stefan Tappeiner, der Spielpädagoge und Spieleentwickler Hannes Waldner aus Meran, der Spielebauer Hans Peter Schönthaler von Erlebnispark Naturns und die Schnalser Familienreferentin und VKE-Vorsitzende Karin Gartner an.

Im Namen des Trägervereins dankte die Museumsleiterin den Teilnehmern und den Jurymitgliedern sowie ihrem Team. „Die Spiele sind Botschafter für die Menschen, die Weideland mit Tieren nutzen.“ sagt Niederkofler. „Sie laden uns ein, hinzuhören und hinzuschauen, was Hirtinnen und Hirten zum Gelingen des gesellschaftlichen Miteinanders beitragen und was wir von ihnen lernen können“, so Niederkofler weiter. Wie sehr dieser Blick lohnt, sind ihr Team und sie überzeugt: „Hinter unserer Einkehr bei Hirtenfesten und auf der Alm, hinter Alpkäse und Filzpantoffeln tut sich eine Welt von 365 Tagen Verantwortung für uns und für die kommenden Generationen auf.“

Den Spiele-Autorenwettbewerb hatte campus transhumanza im Frühling zum Jahr der Weide und der Hirten ausgerufen. Das Jahr möchte die weltweite Bedeutung von Weiden für die Ernährungssicherung, für Biodiversität und Klimaschutz und als Lebensgrundlage von rund 200 Millionen Hirten sichtbar machen. „Die UNO reagiert mit dem Jahr auf die oft übersehene Rolle der extensiven Weidewirtschaft“, sagt die Museumsleiterin. „Weiden und Grasländer bedecken die Hälfte der Landfläche der Erde und machen drei Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche aus“, so Niederkofler abschließend.

Bezirk: Vinschgau

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