Für Kinder ab vier Jahren

Haydn: Aufführung für Familien

Dienstag, 19. März 2024 | 12:42 Uhr

Die Stiftung Haydn von Bozen und Trient wagt sich als Koproduzentin eines Stückes für Streicher, Gesang und LIS (Italienische Gebärdensprache) an die brandaktuellen Themen der Barrierefreiheit und Inklusion in der Musik heran.

Die Musik kann ein Instrument sein, um alle Barrieren zu überwinden, sie kann das gegenseitige Verständnis erleichtern und die Gleichstellung fördern. Nach einer erfolgreichen Uraufführung in Parma kommt Alle für 1– Mögliche Welten nun auch zu uns in die Region. Erleben lässt sich diese außergewöhnliche Familienaufführung aus Schauspiel und Konzert am Freitag, den 22. März, im Teatro Cuminetti in Trient (17.00 Uhr) und am Samstag, den 23. März, im Studio Theater des Stadttheaters Bozen (16.00 Uhr).

Alle für 1 – Gewinner der ersten Ausschreibung der Direzione Generale Spettacolo des Italienischen Ministeriums für Kultur zur Förderung inklusiver Projekte – wurde von der Stiftung Haydn von Bozen und AsLiCo unter federführender Beteiligung der Stiftung Arturo Toscanini produziert. Das für Jung und Alt (auch schon für Kinder ab 4) geeignete Stück, das sich an den Zielen der EU-Strategie für die Rechte von Menschen mit Behinderung und dem Leitsatz Leave no one behind (Niemanden zurücklassen) der Agenda 2030 der UNO orientiert, entstand aus der Idee, Künstlerinnen und Künstlern mit Behinderung eine professionelle Teilhabe am kulturellen Leben zu ermöglichen und ihre Talente zu fördern. Aus einer Reihe von Kandidatinnen und Kandidaten wählten die drei Förderinstitutionen die Komponistin Simona Iuorio, Jahrgang 1996, aus und betrauten sie damit, zwei Stücke zu schreiben, in denen Gebärdensprache, Choreografie und musikalische Darbietung zu einer Einheit verschmelzen. Ganz im Sinne dieser Aufgabe befasst sich Iuorio in ihren beiden Neukompositionen mit den Themen Wandel und Diversität. Darüber hinaus transkribierte sie die Musik für Streicher und Gesang, die die gesamte Aufführung begleitet.

Voller Intensität und Poesie erzählt das Stück von der Begegnung und dem anfänglichen Unvermögen, in zwei unterschiedlichen Sprachen – der Sprache der Musik und der Körpersprache – zu kommunizieren. Verkörpert werden diese beiden Ausdrucksmöglichkeiten durch die Figur des Reisenden, der sich einzig anhand visueller Hinweise bewegt, und die Dame der Musik, die in einer reinen Klangwelt lebt. Nach ersten Schwierigkeiten kommen sich die beiden näher und finden eine gemeinsame Basis der Verständigung. Der Reisende wird auf diese Weise die schönste Erfahrung seines Lebens machen, indem er die Musik in die Sprache des Körpers übersetzt, während die Dame der Musik das fantastische Universum aus Bildern kennenlernen wird, aus dem der Reisende kommt.

Regie und Dramaturgie von Mögliche Welten stammen von Manuel Renga, das Bühnenbild von Stefano Zullo. Als Darstellerinnen stehen die Sopranistin Francesca Mannino (Die Dame der Musik) und Diana Anselmo, Gebärdensprachen-Performer (Der Reisende) auf der Bühne. Instrumental begleitet werden die beiden vom Streichquartett des Haydn Orchesters von Bozen und Trient, bestehend aus Marco Mandolini (Violine), Elisabetta Fornaresio (Violine), Roberto Mendolicchio (Bratsche) und Elisabetta Branca (Violoncello). Das Potpourri aus Alt und Neu, das die zauberhaften Momente des Stücks musikalisch verbindet und strukturiert, beinhaltet Arien von Gioachino Rossini (Semiramide und La Cenerentola), Wolfgang Amadeus Mozart (Figaros Hochzeit) sowie die beiden Kompositionen Un modo ci sarà und Mondi Possibili von Simona Iuorio.

Alle für 1 – Mögliche Welten kommt am Freitag, den 22. März im Teatro Cuminetti in Trient (17.00 Uhr) und am Samstag, den 23. März im Stadttheater Bozen – Studio Theater (16.00 Uhr) zur Aufführung.

Tickets können online sowie an den Kassen des Stadttheaters Bozen und des Teatro Auditorium in Trient erworben werden.

 

Von: luk

Bezirk: Bozen