Von: apa
Die Zutrittskontrollen sind bei den diesjährigen Salzburger Festspielen für alle Personen verschärft worden. Nach einer aufsehenerregenden Störaktion im Vorjahr beim Festakt zur offiziellen Eröffnung wurden die Sicherheitskonzepte nachgebessert. “Wir haben die Salzburger Festspiele im Sinne der Sicherheit dabei unterstützt”, erklärte Landespolizeidirektor Bernhard Rausch im APA-Gespräch. Zudem setzt die Polizei erstmals bei den Salzburger Festspielen ihre Drohnenabwehr ein.
Bei der friedlich verlaufenen Protestaktion gegen den Gaza-Krieg sind die Aktivisten am 26. Juli 2025 mit Hilfe einer Ex-Mitarbeiterin und manipulierten Mitarbeiterausweisen in die Felsenreitschule gelangt. Während der Rede von Vizekanzler Andreas Babler (SPÖ) enthüllten sie Transparente. Um zu verhindern, dass sich unbefugte Personen Zutritt in die Festspielhäuser und Veranstaltungsstätten verschaffen, seien die jeweiligen Sicherheitskonzepte nun überarbeitet worden, sagte Rausch.
Auch wenn der Zutritt und der Einlass in die Zuständigkeit der Salzburger Festspiele fallen würden, die über das Hausrecht verfügen, habe die Polizei ihre Expertise eingebracht, was diverse technische, organisatorische und private Sicherheitsmaßnahmen betreffe. Die Salzburger Festspiele hätten nachgebessert, “wir haben mitgeholfen und uns angesehen, welche Sicherheitskonzepte anzupassen sind”.
Großes Polizeiaufgebot zur Eröffnung
Jeder habe seinen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, es seien aber alle Handlungsabläufe miteinander verschränkt worden, erklärte Rausch. Das Zutrittsmanagement sei aufgrund neuer Methoden für alle Personen verschärft worden, auch für Mitarbeitende und Kunstschaffende: “Das war ein erkanntes Defizit.” Bei sämtlichen Eingängen sollen auch alle Personen kontrolliert werden. Tauchen Probleme auf, kann die Polizei unterstützend eingreifen.
Weil zur diesjährigen offiziellen Eröffnung der Salzburger Festspiele am kommenden Sonntag wieder viele nationale und internationale Politiker erwartet werden, ist auch das Polizeiaufgebot groß. Prominente verfügen allerdings über ihren privaten Sicherheitsschutz, und nach derzeitigem polizeilichen Wissensstand werden keine königlichen Hoheiten am Eröffnungssonntag anwesend sein.
“Abstrakt hohe Gefährdungslage”
Genaue Zahlen über die Personalstärke bei der offiziellen Eröffnung gab der Landespolizeidirektor nicht preis, nur so viel: “Wir haben ausreichend zivile und uniformierte Kräfte zur Verfügung.” Gestemmt werde das aus eigenen Kräften, “wir haben ausreichend Personal”. Im Einsatz stünden auch Spezialkräfte wie die Cobra und Beamte des Landesamtes Staatsschutz und Extremismusbekämpfung (LSE). Und wie jedes Jahr werden die Veranstaltungsstätten von der Polizei mit Diensthunden nach gefährlichen Gegenständen, zum Beispiel Sprengkörpern, durchsucht.
Die Gefährdungslage schätzte Rausch aufgrund der geopolitischen Konflikte wie in den Jahren zuvor als “abstrakt hoch” ein. Konkrete Hinweise auf eine unmittelbare Gefährdung der Salzburger Festspiele gebe es nicht. Erstmals setze die Polizei aber bei dieser Großveranstaltung ihre Drohnenabwehr ein. Aufgrund internationaler Erfahrungswerte gehörten diese je nach Gefährdungslage zu den Sicherheitsanforderungen bei Großereignissen, erläuterte der Landespolizeidirektor.
Für die Drohnenabwehr werde eine hohe Fachexpertise und das Equipment benötigt, “sie ist aber gut umsetzbar”. Es handle sich dabei um ein technisches System, das in illegale Drohnenflüge eingreifen könne. Solche Fluggeräte werden beispielsweise zur Landung gezwungen oder zu einem definierten Punkt dirigiert. Die Drohnenabwehr ist im örtlichen Nahbereich der Veranstaltung positioniert.




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