Fachveranstaltung "Smarter Lives": Eurac Research präsentiert Technologien für Senioren

Smarte Technologien für ein unabhängiges Leben im Alter

Freitag, 30. Juni 2017 | 12:11 Uhr

Bozen – Ob hochsensible Sturzsensoren, Notfall-Armbanduhren oder seniorenfreundliche Apps, mit denen sich beispielsweise die Rollläden öffnen oder die Wohnräume temperieren lassen – altersgerechte unterstützende Technologien in Wohnungen älterer Menschen können deren Lebensqualität erhöhen. Gleichzeitig können sie Angehörige und Wohn- und Pflegeheime entlasten. Die Veranstaltung „SMARTER LIVES“, die von Eurac Research gemeinsam mit der Universität Innsbruck am 4. Juli von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr in Bozen ausgerichtet wird, bietet die Möglichkeit sich rund um das Thema aktives und unterstütztes Wohnen im Alter zu informieren.

Walter K. erhält eine SMS. Absender ist das installierte Assistenz-System in der Wohnung seines 89-jährigen Vaters. Wenn Walters Vater, der alleine lebt, nicht innerhalb 9.30 Uhr den Kühlschrank öffnet, verschickt das System automatisch einen Hinweis-via SMS, so dass Walter nachhaken kann, ob es seinem Vater gutgeht. Verschiedene Sensoren und die digitale Kommunikation sind die Grundlage dieser Technologie. Wie ältere Menschen möglichst lange ihren Lebensstandard und ihre Unabhängigkeit in den eigenen vier Wänden bewahren, ist auch die zentrale Frage eines jungen Forschungszweigs namens AAL (Active and Assisted Living). Im Rahmen des Forschungsprojekts „gAALaxy“, kofinanziert von der EU und den nationalen Förderstellen der Projektpartner (für Italien das Ministerium für Bildung, Universität und Forschung MIUR), entwickelt das Institut für Public Management von Eurac Research gemeinsam mit dem Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus der Universität Innsbruck und weiteren Partnern aus Österreich, Italien und Belgien ein System, das verschiedene hilfreiche Technologien für Wohnungen älterer Personen zusammenführt. Bis zum Herbst 2018 testen die Forscher die gebündelten Hilfsmittel in Südtirol, Tirol und Flandern (Belgien).

„Es gibt bereits zahlreiche innovative AAL-Lösungen und Hausautomations-Systeme auf dem Markt. Sie zu bündeln und ein einheitliches und erschwingliches End-Anwender-Erlebnis anbieten zu können, ist eine der Herausforderungen“, so Kurt Promberger, der das Institut für Public Management von Eurac Research und den Lehr- und Forschungsbereich für Verwaltungsmanagement am Institut für Strategisches Management, Marketing und Tourismus an der Universität Innsbruck leitet.

Die Forscher von Eurac Research sind für die Testregion in Südtirol zuständig. Sie erheben die Anforderungen der Senioren, Angehörigen und Wohn- und Pflegeheime, führen Interviews und begleiten die Testphase, die im Sommer gemeinsam mit der Villa Melitta und in Zusammenarbeit mit dem Landesrettungsverein Weißes Kreuz in Bozen gestartet wird. Insgesamt sollen in Österreich, Belgien und Italien bis zu 180 End-Anwender die ausgewählten Technologien testen.

Die Fachveranstaltung „SMARTER LIVES“, ein Praxisforum für innovative Lösungen für eine alternde Gesellschaft, findet am 4. Juli im Forschungszentrum Eurac Research statt. Zielgruppe sind alle im Bereich AAL tätigen und interessierten Personen, sowohl Anbieter als auch Anwender, die Lösungen für ein aktives und unterstütztes Leben in den eigenen vier Wänden, in alternativen bzw. betreuten Wohnformen sowie in stationären Pflegeeinrichtungen bieten oder suchen. Neben den Vorträgen werden jeweils auch die neuesten Produktentwicklungen ausgestellt. 2015 und 2016 fand die Veranstaltung in Innsbruck statt. Heuer wird die Veranstaltung erstmals in Bozen organisiert.

Das Programm findet sich unter www.smarter-lives.eu. Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung über die Webseite wird jedoch gebeten.

 

Von: pf

Bezirk: Bozen

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1 Kommentar auf "Smarte Technologien für ein unabhängiges Leben im Alter"


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Superredner
27 Tage 21 h

erst mal Menschen gleich behandeln in Pflege-Altenheimen und Geratrie..anstatt zweiKlassen ..mit Würde u.Respekt!WO bleibt die Würde eines alten Menschen wo mit Gewalt gegen Deren Willen vorgegangen wird??!!!!!Ich spreche nicht von Demenzfällen!!!!

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