Von: Matthias Knapp
Villanders – Um das historisch und kulturell bedeutende Gebäude der St. Anna-Kirche in Villanders langfristig zu erhalten und aufzuwerten, hat das Land Sanierungsarbeiten gemacht. 146.000 Euro wurden in die Mitte Juli abgeschlossenen Arbeiten investiert. Damit wurde die vorgesehene Bauzeit (45 Tage) laut Ressort Hochbau, Valorisierung des Vermögens, Grundbuch und Kataster eingehalten. Nun werden die Arbeiten noch abgerechnet und dokumentiert.
Der Eingriff wurde vom Verein Bergwerk Villanders beantragt. Finanziert und koordiniert hat das Projekt das Land Südtirol über das Ressort von Landesrat Christian Bianchi, wobei vor allem die Landesabteilung Vermögensverwaltung und das Landesamt für technische Gebäudeverwaltung beteiligt waren.
Durch die Sanierung konnte das architektonisches Erscheinungsbild der Kirche erhalten werden. Mehr als 150 Jahre lang war die Kirche religiöser Bezugspunkt für die Bergleute, vor allem für die Gemeinschaft der Heiligen Barbara. Bis zum Ersten Weltkrieg wurden dort heilige Messen gefeiert. Das heutige barocke Kirchengebäude und der Glockenturm stammen aus dem Jahr 1736. Sie wurden gebaut, weil die erste kleine Kapelle für die vielen Gläubigen zu klein geworden war.
Ende 2006 beschloss das Land, die Kirche zu sanieren, da sie sehr schlecht erhalten war. Das Amt für technische Gebäudeverwaltung und das Amt für Bau- und Kunstdenkmäler des Landes erarbeiteten daraufhin ein Restaurierungsprojekt. Infolge wurden das Dach und die Fassaden der Kirche vollständig saniert. Sämtliche Eingriffe wurden vom Amt für Bau- und Kunstdenkmäler beaufsichtigt. Auf dem Dach wurden die alten Holzschindeln entfernt und durch neue, von Hand gespaltene Lärchenschindeln ersetzt. An den Fassaden wurden der Putz instand gesetzt und die Entwässerungsanlage gereinigt. Die Arbeiten haben die Unternehmen P-Dach GmbH aus Neumarkt und das Unternehmen Gebhard KG aus Feldthurns abgewickelt. Die Planung und Bauleitung übernahm Architekt Paolo Berlanda vom Büro BF Engineering aus Bozen.
“Diese Arbeiten zeigen sehr gut, wie vielfältig die Aufgaben unseres Ressorts sind und wie das Land an ganz unterschiedlichen Orten tätig werden kann. Gemeinsam verfolgen wir das Ziel, unser Kulturerbe zu erhalten und es den kommenden Generationen in bestmöglichem Zustand zu übergeben”, erklärt Landesrat Bianchi. “Gerade diese Fähigkeit, unterschiedliche Bereiche abzudecken und technisches und administratives Fachwissen miteinander zu verbinden, prägt die tägliche Arbeit unserer Ämter.”




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