Von: Sophia Molitor
Bozen – Südtirols Naturfotografie überzeugt erneut auf internationaler Bühne: Beim Wettbewerb „Europäischer Naturfotograf des Jahres“ der Gesellschaft für Naturfotografie (GDT) wurden gleich drei Mitglieder der Südtiroler Naturfotografenvereinigung STRIX ausgezeichnet. Josef Hackhofer und Manuel Plaickner erhielten jeweils eine lobende Erwähnung, während Lukas Schäfer neben einer weiteren lobenden Erwähnung den zweiten Platz in der Kategorie „Mensch und Natur“ erreichte.
Der Wettbewerb zählt zu den angesehensten Naturfotografie-Wettbewerben seiner Art weltweit. In seiner 26. Ausgabe verzeichnete er mit mehr als 26.000 eingereichten Bildern
von 1.239 Fotografinnen und Fotografen aus 46 Ländern einen neuen Teilnahmerekord. Vier Auszeichnungen für drei Südtiroler Fotografen Josef Hackhofer erhielt für sein Bild „Herbstfarben“ eine lobende Erwähnung in der Kategorie Pflanzen. Manuel Plaickner wurde für seine Aufnahme „Gezeichnet vom Regen“ in der Kategorie „Landschaften“ ausgezeichnet. Auch Lukas Schäfer erhielt in der Kategorie „Landschaften“ eine lobende Erwähnung für sein Bild „Feuerfluss“. Mit seiner Aufnahme „Helfende Hände“ erreichte er
zudem den zweiten Platz in der Kategorie „Mensch und Natur“.
Die ausgezeichneten Bilder und ihre Geschichten
- Josef Hackhofer – „Herbstfarben“ | Lobende Erwähnung
An einem See in den Dolomiten faszinieren Josef Hackhofer die ornamentalen Strukturen, die der Frost in frisch gefrorenen Schlamm zaubert. Zusammen mit den warmen Herbstfarben entsteht ein filigranes Zusammenspiel aus Formen, Farben und natürlichen Mustern. - Manuel Plaickner „Gezeichnet vom Regen“ | Lobende Erwähnung
Vor den Villnösser Geislern zeichnen Regenrinnen feine, geschwungene Linien in die winterliche Schneedecke, nachdem die Schneefallgrenze bei einer Tiefdrucklage deutlich angestiegen ist. Die zarten Spuren des Wassers bilden einen ruhigen, filigranen Kontrast zu den markanten Felswänden der Dolomiten. - Lukas Schäfer – „Feuerfluss“ | Lobende Erwähnung
Im Winter 2025 beobachtete Lukas Schäfer einen Ausbruch des Ätna auf Sizilien, bei dem sich glühende Lava durch eine unwirkliche Landschaft aus Schnee und Vulkanasche schlängelte. Aus der Perspektive seiner Drohne entstand ein Bild, in dem Lava, Schnee, Asche und Sonnenuntergang über den Wolken zu einem eindrucksvollen Naturschauspiel verschmelzen. - Lukas Schäfer – „Helfende Hände“ | Zweiter Platz
Während der Balzzeit und über den Zeitraum von 3 Jahren verteidigte ein Auerhahn auf einer Skipiste am Kronplatz in Südtirol jedes Frühjahr scheinbar unbeirrt sein Revier und geriet dabei einmal mitten in einen Skirennkurs, wo Menschen versuchten, ihn vorsichtig in Sicherheit zu bringen. Das Bild erzählt von der Begegnung zwischen Wildtier und menschlicher Freizeitnutzung – und davon, wie schmal der Raum für die Natur in unserer intensiv genutzten Landschaft geworden ist. Im dritten Jahr wurde der Auerhahn von einem unaufmerksamen Skifahrer überfahren und so getötet.
Eine langjährige Erfolgsgeschichte der Südtiroler Naturfotografie
Die wiederholten Anerkennungen zeigen die hohe fotografische Qualität und die kontinuierliche Arbeit der Südtiroler Naturfotografen, die mit ihren Bildern weit über die Landesgrenzen hinaus auf sich aufmerksam machen. Die ausgezeichneten Arbeiten stehen zugleich für die Vielfalt der Naturfotografie. Sie reichen von den oft übersehenen Details der Pflanzenwelt über die stillen Veränderungen einer winterlichen Berglandschaft bis hin zu gewaltigen Naturereignissen und der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Tier.
Die Erfolge beim Europäischen Naturfotografen des Jahres sind damit nicht nur eine persönliche Anerkennung für die drei Fotografen, sondern auch ein gemeinsamer Erfolg für STRIX und die Südtiroler Naturfotografie.
Die offizielle Galerie des Wettbewerbs findet ihr hier.




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