Gespräche mit Minister Mahrer in Wien

Universität und Berufsbildung

Mittwoch, 31. Mai 2017 | 15:15 Uhr

Wien – LH Kompatscher und LR Achammer sind in Wien mit dem neuen Forschungsminister Mahrer zusammengetroffen, dabei ging es auch um die Anerkennung von Abschlüssen.

Die gegenseitige Anerkennung von Studienabschlüssen, das Lehramtsstudium und die Anerkennung verschiedener Lehr- und Meisterabschlüsse in der Berufsbildung waren zentrale Themen der heutigen (31. Mai) Aussprache zwischen Landeshauptmann Arno Kompatscher und Bildungslandesrat Philipp Achammer mit dem neuen Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft, Harald Mahrer, in Wien.

Anerkennung von universitären Abschlüssen (Notenwechsel)

Das bilaterale Abkommen zwischen Italien und Österreich zur Anerkennung der Studientitel (bekannt als „Notenwechsel“) ist für all jene Südtiroler Studierenden von großer Bedeutung, die eine österreichische Universität besuchen und nach Beendigung des Studiums in Italien den Studientitel anerkennen lassen möchten.

Die Liste der gleichgestellten Studien, die als Anlage im Notenwechsel enthalten ist, wird im Rahmen von Sitzungen zwischen der österreichischen und der italienischen Delegation regelmäßig ergänzt. Wie die beiden Vertreter der Südtiroler Landesregierung Bundesminister Mahrer berichteten, hat sich die Gemischte Expertenkommission des Notenwechsels im Jahr 2016 für die Anerkennung von weiteren fünf österreichischen Bachelorstudien und sechs Masterstudien ausgesprochen, allerdings ist derzeit noch die italienische diplomatische Antwortnote ausständig, um die Liste der verhandelten Studien ratifizieren zu können.

Die größte Herausforderung für die nächsten Verhandlungen wird die Anerkennung des neuen Lehramtsstudiums sein, da die hierfür vorgesehenen Studienordnungen in beiden Ländern einige formelle Unterschiede aufweisen.

Anerkennung von Lehrabschlüssen (Gleichhaltungsvereinbarung)

Die gegenseitigen Anerkennung neuer Lehrabschlüsse sowie der Meisterbriefe zwischen Südtirol und Österreich wird in einer Gleichhaltungsvereinbarung geregelt, das in Form eines „Memorandum of Understanding“ getroffen wird. Die Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ soll im Frühherbst dieses Jahres erfolgen.

Im Mai vergangenen Jahres hatte sich die Landesregierung darauf geeinigt, ein neues Abkommen mit Österreich anzustreben, um die Anerkennung weiterer Abschlüsse zu erreichen. Auf österreichischer Seite hat die Wirtschaftskammer inzwischen die Gutachten für jeden einzelnen Beruf bezüglich Lehrabschluss und Meisterbrief eingeholt, und in Südtirol wurden die Berufsgemeinschaften im LVH angehört. So konnte ein erstes Paket an Lehrberufen festgelegt werden, bei denen der Lehrabschluss in Österreich und Südtirol überprüft worden ist. Es handelt sich dabei um jene Lehrberufe, in denen in Südtirol am meisten Lehrlinge ausgebildet werden. Vorläufig ist die Gleichstellung von 21 Berufen und 23 Meisterbriefen vorgesehen.

Von: luk

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