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Was uns hilft, über die Krise hinaus zu wachsen

Dienstag, 26. Oktober 2021 | 00:10 Uhr

Bozen – Den Kulturschaffenden hat die Corona-Krise besonders zugesetzt: Immerhin fielen Konzerte und Veranstaltungen gleich am Anfang dem Lockdown und den Abstandsregeln zum Opfer. Doch gerade die Kultur hilft uns, die Krise zu verarbeiten und uns selbst besser zu verstehen.

Bestes Beispiel ist der Fotograf und Filmemacher Andrea Pizzini: Der 43-jährige Salurner zeigte während der Corona-Pandemie mit seinem Projekt “wellenbrecher” die Südtiroler Covid-Intensivstationen von innen. Einzelschicksale dokumentierte er genauso wie die Arbeit der Ärzte und Pfleger im Kampf gegen die Krankheit. Der Einblick war für viele schwer zu ertragen – vor allem, wenn man bedenkt, dass Fake News von leeren Intensivstationen im Internet kursierten.

Bestimmten Personengruppen ist Pizzinis Engagement sauer aufgestoßen. Weil ihm Gewalt angedroht worden war, hat er sogar Anzeige erstattet.

Dabei verdeutlichen gerade seine Videos, wie Menschen durch die Krise über sich selbst hinauswachsen – durch Mitgefühl, durch den Mut, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen und die eigene Einstellung zu ändern, durch eine neue Wertschätzung des Lebens, nachdem Betroffene die Krankheit überstanden haben.

Bestes Beispiel ist Bruno, der nach einem schweren Corona-Verlauf auf der Intensivstation das Leben genießen will und den Pizzini erst kürzlich wieder besucht hat. Was nicht nur Bruno, sondern auch seinen Mitpatienten geholfen hat, war unter anderem seine Liebe zur Musik. Womit wir wieder beim Anfang wären.

Facebook/Andrea Pizzini

Von: mk

Bezirk: Bozen

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8 Kommentare auf "Was uns hilft, über die Krise hinaus zu wachsen"


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Staenkerer
1 Monat 11 h
jeder patient der auf intensiv londet und seit es intensivstationen gib gelondet isch kämpft um sein leben so wie oll de ärzte und pfleger um deren lebn käpfn und a ba de stehn hilflose angehörige vorm bett in de lei hoffn und vertrauen auf hilfe bleib! so schlimm der virus isch und so schlimm er monche erwischt und so groß a es mitleid damit isch, man hot über de tausende intensivpatienten davor, über oll de, de jetz wegn an onden leiden dort liegn, ni a wort verlorn und sell mocht mi, als angehörigen der viele stundn ba so an bett… Weiterlesen »
KingCrimson
KingCrimson
Tratscher
1 Monat 9 h

Von den ganzen anderen Intensivpatienten davor hat auch niemand behauptet, dass alles eine Lüge sei und im Grunde die Intensivstationen leer sind. Verstehen Sie den Unterschied?

Staenkerer
1 Monat 3 Min

@KingCrimson do i niemand von de kenn de jetz oder früher wegen corona auf intensig lig oder lag wer i mi sicher schwar hüten de zu verurteieln!
mit solche “olle in an topf werfn” höhnischen verurteilungen, zu de niemand es recht hot, wern mir woll no long nit aus der gsellschoftlichen kriese kemmen!

Unioner
Unioner
Grünschnabel
1 Monat 6 h

Was uns helfen würde über die Krise hinaus zu wachsen ist Verständnis, Respekt,Toleranz und Solidarität. Keiner kann allein gewinnen, nur gemeinsam ist man stark.

falschauer
30 Tage 12 h

genauso ist es und genau das ist das problem in der heutigen gesellschaft

Hustinettenbaer
Hustinettenbaer
Universalgelehrter
30 Tage 11 h

Ich glaube, es fehlt an Vertrauen in die Kapitäne der (Staats-)Schiffe. Dem Misstrauen folgt Respektlosigkeit etc.

Trina1
Trina1
Universalgelehrter
30 Tage 5 h

Unioner, stimmt das Übel unserer Zeit. Eine kranke Gesellschaft!

quilombo
quilombo
Superredner
30 Tage 6 h

da glaubt man es komme endlich ein Artikel über Kultur und Kunst. Aber nein, schon beim zweitem Satz kommt man drauf, es geht wiederum nur um das eine, um Corona, Corona und nochmal Corona. Natürlich immer nur vom selben Standpunkt aus, es gibt ja nichts anderes mehr.

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