Von: importer
Der Jason-Statham-Film ist mittlerweile eine eigene Kategorie im Actionkino. Man weiß schon vorher ziemlich genau, was einen erwartet. Das Muster in Filmen wie “The Transporter” (2002), “Homefront” (2013) oder zuletzt “The Beekeeper” (2024) und “A Working Man” (2025) ist fast immer ähnlich. Meist spielt der kernige Brite einen wortkargen Mann, der eigentlich keinen Ärger sucht, aber trotzdem hineingerät. Das ist in “Mutiny” nicht anders. Ab Donnerstag im Kino.
Der 59-jährige Statham spielt in “Mutiny” einen Ex-Polizisten und früheren Soldaten der Royal Marines. Cole Reed (Statham) arbeitet nun in Bangkok als Bodyguard für den Milliardär und Reedereibesitzer Tibu Campallo (Ramon Tikaram), der für ihn zu einer Art Vaterfigur geworden ist.
Zu Unrecht unter Mordverdacht
Bei einer Party feiert Campallo mit seinem Sohn Kameron (Chaneil Kular) und Geschäftsfreunden den Verkauf seiner Reederei. Dort fällt Cole der zwielichtige Daniles (der deutsche Schauspieler Simon Kluth) auf, der nicht auf der Gästeliste stand. Auf dem Heimweg von der Party geraten Cole und Tibu in einen Hinterhalt von Gangstern und korrupten Polizisten. Tibu wird dabei erschossen. Cole wird der Mord in die Schuhe geschoben.
Einer der Täter arbeitete auf einem von Tibus Containerschiffen. Reed nimmt dessen Identität an und flüchtet auf den Frachter. Dort kommt er einer Verschwörung auf die Schliche. Bis auf die dritte Offizierin Angie Ellis (Annabelle Wallis) besteht die Crew um Captain Madsen (Roland Møller) aus Gangstern und korrupten Söldnern. Cole und Angie sind mitten auf hoher See auf sich allein gestellt.
Kurzweiliges Actionkino alter Schule
In den 80er und 90er Jahren gehörten Actionfilme dieser Art zum Standardprogramm. Arnold Schwarzenegger, Sylvester Stallone oder Jean-Claude Van Damme lockten mit ihren Ein-Mann-Abrechnungsfilmen die Zuschauer ins Kino. Heute sind solche Actionkracher auf der großen Leinwand seltener geworden. Jason Statham hält die Fahne des Genres mit regelmäßigen Produktionen hoch.
Die Handlung von “Mutiny” weist Parallelen zu zwei Actionklassikern auf – “Stirb langsam” (1988) mit Bruce Willis und “Alarmstufe: Rot” (1992) mit Steven Seagal. Wie John McClane im Nakatomi Tower und Casey Ryback auf der USS Missouri ist auch Cole Reed fast auf sich allein gestellt – und räumt trotzdem rigoros einen Schurken nach dem anderen aus dem Weg. Laut Insidern lässt sich Statham bei seinen Filmen vertraglich zusichern, dass seine Figur keinen fairen Kampf verliert.
Die Kampfszenen sind blutig und sehr explizit. Einmal spritzt das Blut sogar auf die Kamera. “Mutiny” zeigt die Gewalt oft detailliert und in Nahaufnahme. Dabei wird manch brutale Szene vielleicht etwas zu sehr ausgekostet. Ein Kampf mit einem Fischhaken ist besonders unappetitlich.
Aber “Mutiny” bietet 90 Minuten solide Action-Unterhaltung mit hohem Tempo. Jason Statham gibt vor der Kamera zwar den humorlosen Einzelkämpfer. Der Film hat aber durchaus witzige Momente, etwa wenn er sich über das eigene Geschehen lustig macht. So stellt ein Navy-Captain ungläubig fest, dass ein hochdekorierter Kriegsheld und Ex-Polizist, der für einen Mord gesucht wird, auf einem Schiff die kriminelle Besatzung eliminiert. Und wenn einem so etwas gefällt, ist man bei Jason Statham richtig.
(Von Philip Dethlefs/dpa)
(S E R V I C E – www.constantinfilm.at/kino/mutiny )




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