In der Oper wird wieder gehämmert

Staatsoper putzt sich wieder für Opernball heraus

Dienstag, 10. Februar 2026 | 13:34 Uhr

Von: apa

Die Staatsoper putzt sich für den 68. Wiener Opernball am 12. Februar heraus: Seit Dienstagfrüh verwandeln 500 Arbeiterinnen und Arbeiter die Oper in nur 30 Stunden in den wohl schönsten Ballsaal der Welt. Das Prozedere ist im Prinzip seit Jahren dasselbe. “Details verbessern wir aber jedes Jahr”, sagte Gebäudeverwalter Harald Gepp gegenüber der APA.

Die Idee, die verschiedenen Ebenen der Staatsoper zu einem einzigen Tanzparkett umzubauen, geht weit zurück bis zum legendären Tanzlehrer Willy Elmayer. Elmayer störte bitterlich, dass Bühne und Zuschauerraum nicht nur durch den Orchestergraben getrennt, sondern auch verschieden hoch waren. Daher wollte er ein einziges, überdimensioniertes Tanzparkett schaffen, was ihm kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges von den Bundestheatern auch erlaubt wurde.

Seitdem folgen die Umbauarbeiten grob demselben Muster: Im Inneren der Oper wird als erstes das Parkett aufgebaut. Rund 170 der zwei Quadratmeter großen Platten müssen für die Veranstaltung verlegt werden. Um die Neigung des Zuschauerraumes auszugleichen, wird darunter eine Art Gerüst aufgebaut, damit in der Ballnacht eine ebene Tanzfläche bereitsteht. Parallel werden die Bühnenlogen errichtet.

Terminplan als Risiko

So eingespielt die Arbeiten inzwischen auch sind, es bleibt ein Hauptrisiko: Der enge Terminplan. Den zahlreichen einzelnen Firmen stehen streng zugeteilte Timeslots für ihr Werken zur Verfügung. “Wenn sich eine verspätet, dann betrifft das alle”, sagte Gepp.

Auch der Blumenschmuck, der erneut von Emil Doll mit Maryam Yeganehfar kreiert wurde, muss behutsam quer durch die Oper. Dieses Mal setzte das Duo auf “Red Naomi Futura”-Rosen in sattem Rot und roten Amaranthus. Im Unterschied zu den Vorjahren soll heuer die Architektur der Oper stärker betont und durch “gezielt gesetzte florale Akzente neu in Szene gesetzt” werden.

Green Event bis zu den Würstel

Der Wiener Opernball geht heuer erstmals als “Green Event” über die Bühne. Eine offizielle Zertifizierung bestätigt die Erfüllung umfassender Umweltkriterien, unter anderem in den Bereichen Catering, Beschaffung, Abfallmanagement sowie Mobilität. Ein besonderer Fokus lag auf dem Catering: Rund 80 Prozent der angebotenen Speisen, darunter auch die traditionellen Opernballwürstel, stammen aus biologischer und regionaler Herkunft.

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