Wenn Gassigehen krank macht

Auch Hunde kämpfen mit dem Pollenflug

Donnerstag, 12. März 2026 | 07:33 Uhr

Von: luk

Nicht nur Menschen, auch Hunde reagieren zunehmend auf den Pollenflug. Nach Angaben des Österreichischen Tierschutzvereins leiden inzwischen rund 15 Prozent aller Hunde an einer Pollenallergie.

Die Symptome unterscheiden sich jedoch deutlich von jenen beim Menschen. Statt Schnupfen zeigen betroffene Tiere vor allem starken Juckreiz, Hautrötungen oder Entzündungen. Typisch sind auch ständiges Lecken der Pfoten, häufiges Kratzen, rote Ohren oder wiederkehrende Ohrenentzündungen. Viele Halter würden diese Anzeichen zunächst falsch deuten, warnt der Verein.

Besonders anfällig sind laut Hundeexpertin Bea Romstorfer vom Assisi-Hof in Stockerau Rassen mit empfindlicher Haut, etwa Golden Retriever, West Highland Terrier oder Französische Bulldoggen. Zudem könne der Klimawandel die Situation verschärfen, weil viele Pflanzen länger und intensiver blühen.

Unbehandelte Allergien könnten für Hunde zu einem dauerhaften Problem werden. Neben chronischem Juckreiz drohten auch Sekundärinfektionen und steigende Behandlungskosten. Der Tierschutzverein rät deshalb, Hautprobleme bei Hunden ernst zu nehmen und frühzeitig tierärztlichen Rat einzuholen.

Eine Heilung gebe es zwar nicht, Allergien ließen sich aber meist gut kontrollieren. Tierhalter können zudem selbst vorbeugen: Nach Spaziergängen sollten Pfoten, Bauch und Fell gereinigt werden, um Pollen zu entfernen. Bei anhaltenden Beschwerden sei jedoch eine fachärztliche Diagnose und Therapie notwendig.

Kommentare

Aktuell sind 1 Kommentare vorhanden

Kommentare anzeigen