Von: Lukas Unterkofler
Klarspüler gehört für viele zum festen Bestandteil bei der Anwendung der Geschirrspülmaschine.
Doch statt regelmäßig ein neues Produkt zu kaufen, lässt sich eine einfache Alternative auch selbst herstellen.
Mit wenigen Zutaten können Haushalte einen selbst gemachten Klarspüler ausprobieren.
Mit wenigen Zutaten zum DIY-Klarspüler
Für eine einfache Variante wird häufig farbloser Haushaltsessig empfohlen. Er enthält Essigsäure, die Kalkablagerungen lösen kann. Allerdings ist Vorsicht geboten: Essig kann auf Dauer bestimmte Bauteile der Spülmaschine angreifen, insbesondere Dichtungen und Metallteile. Deshalb sollte er nicht ohne ausdrückliche Freigabe des Geräteherstellers als Klarspüler verwendet werden und nur kurzfristig in das Klarspülfach gefüllt werden.
Eine weitere Möglichkeit ist eine Zitronensäurelösung und Alkohol. Dazu wird Zitronensäure und klarer Alkohol in Wasser aufgelöst. Die genaue Konzentration sollte sich nach den Herstellerangaben des Produkts und den Empfehlungen für das jeweilige Spülmaschinenmodell richten. Zu hoch konzentrierte oder ungeeignete Lösungen können Materialien und Bauteile beschädigen.
Einfaches Rezept für 500 ml
200 ml Wasser, lauwarm
80 g Zitronensäurepulver
220 ml klarer Alkohol, etwa Wodka oder Bio-Ethanol
Alles in eine saubere, verschließbare Flasche geben und schütteln, bis sich die Zitronensäure vollständig gelöst hat. Anschließend wie gewohnt in das Klarspülerfach füllen. Der Alkohol verbessert vor allem die Tropfenbildung und Trocknung, die Zitronensäure wirkt gegen Kalk.
Noch einfachere Variante – wenn kein Alkohol vorhanden ist:
500 ml Wasser
80 g Zitronensäurepulver
Lösen, abfüllen und verwenden. Das Ergebnis ist meist etwas weniger glänzend als mit Alkohol, reicht aber für den Alltag oft aus.
Nicht jede Hausmittel-Mischung ist geeignet
Wer Klarspüler selbst herstellen möchte, sollte auf Experimente mit Spülmittel, ätherischen Ölen oder anderen Haushaltsprodukten verzichten. Spülmittel kann stark schäumen und dadurch den Betrieb der Maschine beeinträchtigen. Auch selbst gemischte Produkte sind nicht automatisch günstiger oder umweltfreundlicher, wenn sie die Lebensdauer des Geräts verkürzen.
Die sicherste Lösung: Vor der Verwendung eines selbst gemachten Klarspülers sollte in der Bedienungsanleitung geprüft werden, welche Mittel für das Gerät zugelassen sind. Viele moderne Spülmaschinen lassen sich zudem über die Klarspülerdosierung an die Wasserhärte anpassen. Wer Kalkflecken auf Gläsern vermeiden will, sollte auch die Wasserhärte berücksichtigen und gegebenenfalls das Spülmaschinensalz kontrollieren.
Wichtig bei der DIY-Variante ist auf jeden Fall:
Nicht mit chlorhaltigen Reinigern mischen.
Bei sehr hartem Wasser weiterhin Spülmaschinensalz verwenden – Klarspüler ersetzt dieses nicht.
Bei empfindlichen Gläsern zunächst eine kleine Menge testen.
Die Klarspülerdosierung der Maschine gegebenenfalls etwas höher stellen, wenn Schlieren oder Tropfen bleiben.




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